9/26/2024

Projekt: Top 250 – Hardcore Superstar

Hardcore Superstar sind für mich: Blitzkrieg (ha ha und selbst das ist von den "Deathstars")

An mehr erinnere ich mich gar nicht, aber das reicht irgendwie auch schon. Der Song hat sich eingebrannt – laut, dreckig, rotzig, genau richtig für die Phasen, in denen man was zwischen Sleaze, Punk und Metal braucht, ohne groß nachzudenken. Die Band verschwindet bei mir im Nebel von „irgendwann mal gehört“ und „irgendwie cool“, aber nie so präsent gewesen, dass sich mehr daraus entwickelt hätte.

Für alle, die mal reinhören möchten, gibt es hier wie immer den Spotify-Link zur Band und für mehr Infos den last.fm-Link zur Band.

Dazu die wöchentlich um 20 Titel wachsende Playlist mit je 2 Titeln pro Top 250 Künstler:

Projekt: Top 250 – Elvis Presley

Elvis war einfach immer da. Schon als Kind liefen die Filme im Fernsehen, mit Tanzszenen, Hüftschwung und diesen seltsam synchronisierten Dialogen. Die Musik – ein fester Bestandteil meiner Kindheit. Mein Vater bestand sogar beim Umzug darauf, dass er irgendwo ein Poster von Elvis unterbringt. Und ganz ehrlich: Ich versteh ihn. Elvis ist nicht irgendein Musiker, Elvis ist Popkultur. Er ist Mythos, Legende, Ikone – und dabei der Ursprung so vieler Entwicklungen in Musik, Mode und Medien.

Was will man da noch groß sagen? Den muss man nicht erklären – man hört ihn einfach und weiß, warum er „The King“ genannt wird.

Ich habe so viele Elvis-Lieblinge, da könnte ich ne eigene Playlist draus machen, vor Allem gibt es ein paar so geile Remakes von Songs, Samples, Remixe, die Stimme ist ewig. Schaut mal rein auf Spotify und in die Playlist der Top 250, welche ich ausgesucht habe:

Projekt: Top 250 – Avantasia


2008, Wacken Open Air. Ich will mir Avantasia anschauen, als ich auf dem Vorplatz ein paar Finnen treffe. Die wollten eigentlich nur Iron Maiden sehen, standen aber ausgerechnet bei Tobias Sammet und fragten mich mit schwer gebrochenem Englisch, was da gerade auf der Bühne abgeht – nur um dann festzustellen, dass es laut ihnen die homoerotischste Stimme des Festivals sei. Der eine kämpfte im Hintergrund mit dem Magen, der andere bot mir finnischen Wodka an – ein Angebot, das ich natürlich nicht ausschlug. Mit einem lauten „WACKEN!!!“ trennten sich unsere Wege. Und was soll ich sagen? Ich habe dann aus irgendeinem Grund auch nicht den Weg aufs Festivalgelände gefunden und es mir etwas aus der Ferne angesehen, fand’s großartig. Gerade das Übertriebene, Bombastische, Musical-mäßige, das Sammet da auffährt – das ist genau mein Ding. Die ganze Idee einer Metal-Oper mit wechselnden Sänger*innen, grandiosen Melodien und Storytelling wie im Theater, aber mit Stromgitarre – das ist schon ziemlich einzigartig.

„Mystery of a Blood Red Rose“ – was für ein Hit! Ich find’s bis heute schade, dass das nicht beim ESC gelandet ist. So catchy, so over-the-top, so wunderbar Avantasia. Aber auch viele andere Songs verdienen es, laut gehört zu werden – am besten nachts, mit einem Glas Wein, unter einem dramatisch bewölkten Himmel.

Auch wenn es die Finnen vielleicht anders sehen, Tobias Sammets Stimme gehört für mich zu den besten in diesem Genre und auch wenn die große Inszenierung nicht jedermanns Sache ist, selbst ich "Edguy" eigentlich besser finde, ist Avantasia doch ein echtes Brett und damit völlig zu Recht in den Top 250.

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Projekt: Top 250 – Dritte Wahl

Tja, Dritte Wahl – ist bei mir ziemlich genau das geblieben, was der Name verspricht. Keine Ahnung gehabt, wer das eigentlich ist, bevor ich mich mal durch die Discografie gewühlt hab. Beim Durchhören war mein Eindruck eher... „meh“. Klar, handwerklich solide, mit Message, aber hat bei mir einfach nicht gezündet. Vielleicht war’s der Sound, vielleicht der Vibe, vielleicht auch einfach nicht der richtige Moment. Ich bin mit vielen Punkbands warm geworden – hier leider nicht. Warum trotzdem so ein hoher Trackcount? Na ja, Punkband eben, kurze Songs dafür richtig viele und immerhin sind Dritte Wahl 30 Jahre im Geschäft.

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Projekt: Top 250 – Axel Rudi Pell

Axel Rudi Pell war für mich von Anfang an dabei, als ich tiefer in die Welt des Metals eingetaucht bin. Eine dieser Bands, die man irgendwie immer auf dem Radar hatte, ohne dass sie sich jemals so ganz in den Vordergrund gedrängt hätte. Er gehört für mich zu den klassischen Gitarrenhelden des melodischen Metals – bombastisch, episch, technisch versiert, und irgendwo zwischen Dio und Rainbow einzuordnen. Und trotzdem... irgendwas an seiner Stimme (oder vielleicht auch einfach der Gesamtvibe des Gesangs) hat bei mir nie voll eingeschlagen. Schwer zu greifen, denn eigentlich müsste ich es lieben. Es ist mein Sound. Nur eben mit angezogener Handbremse.

Den U2-Coversong „Beautiful Day“ finde ich überragend, ich glaube damit bin ich nach damals wieder auf ihn gestoßen und hab die Discografie noch einmal durchgehört.

Axel Rudi Pell steht für klassischen Metal-Pathos, für Gitarrensoli aus dem Bilderbuch und für ein Stück musikalisches Zuhause, auch wenn man sich nie ganz in seinen vier Wänden eingerichtet hat. Kein Dauerbrenner, aber einer, den ich immer wieder gern mal auflege.

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Projekt: Top 250 – Megaherz

Megaherz – das war für mich lange Zeit eine Band, bei der ich nie genau wusste: War das jetzt die mit „Miststück“ oder doch Eisbrecher? Spoiler: War beides. Die Schnittmengen zwischen beiden Bands sind nicht nur musikalisch, sondern auch personell da – was die Verwechslungsgefahr in meiner Jugend nicht gerade kleiner machte. Damals war das wohl auch gar nicht so wichtig. Hauptsache es ballerte.

Und Megaherz ballerten. Dicke Riffs, harte Beats, düstere Stimme – genau das, was ich wollte, wenn ich mich mit zu viel zu vielen Gedanken durchs Leben schleppte. Rückblickend betrachtet war bei Megaherz oft vieles ein bisschen zu plakativ, zu einfach, zu offensichtlich. Am Ende war Megaherz für mich nie die Band des einen Songs, sondern eher so ein Soundteppich, den man auflegte, wenn man mal wieder durch seine Abgründe tanzen wollte.

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Projekt: Top 250 – K.I.Z.

K.I.Z. kam in mein Leben, als bei mir gefühlt gar nichts mehr gerade lief – Rapid Cycling, manische Exzesse, völlige Orientierungslosigkeit. Eine Zeit, in der Provokation mehr Lebensmotto als Stilmittel war. Und dann plötzlich: Diese vier Typen aus Berlin, die mit so viel Satire, Wortwitz und brachialer Ironie um sich schmissen, dass einem gar nichts anderes übrig blieb, als die Lautstärke hochzudrehen.

In meiner damaligen Bubble – einer Mischung aus Goths, Emos, Metallern und anderen gesellschaftlichen Grenzgängern – kannte jeder die Texte. Und wenn du nach einem durchgeschwitzten Hobbyfußballnachmittag mit zehn Leuten auf einer Hausparty stehst und im Chor „Ich bin nur auf der Party, um deine Mutter zu ficken“, gröhlst – in einem erzkonservativen Haushalt – dann ist das nicht nur Grenzüberschreitung, sondern Kunst. Nicht das Mutterficken, klar. Sondern der verklausulierte, herrlich zugespitzte Hass auf alles, was war und ist. Und das Gefühl, endlich etwas zu haben, das lauter ist als der eigene Kopf.

"Hahnenkampf" war ultra legendär und alles bis "Hurra diese Welt geht unter" rotierte bei mir heftig muss ich gestehen und ganz weit oben steht „Spasst“ – nicht nur wegen des kranken Refrains, sondern auch, weil’s der perfekte Eskalationssoundtrack ist. Ich hab auf dem Wacken mit einer Gruppe Mädels zu „Spasst“ getanzt und geschrien, als gäbe es kein Morgen – und das ist vermutlich noch viel geiler als jedes reguläre Konzert. Feindbild und mich verbinden auch noch das "Haus in Neuruppin", danke mein Freund, werde ich nie vergessen...

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Projekt: Top 250 – Leichtmatrose

Vermutlich irgendwo im Fahrwasser meiner Joachim Witt ähnlicher Künstler Suche bin ich auf Leichtmatrose gestoßen und ich habe ein paar Songs direkt in meine Playlists aufgenommen und witzigerweise gibt es dann auch noch die Kollabos mit eben genanntem Witt, was die Musik dann noch einmal aufwertet. Irgendwo im dunkelromantischen Elektro-Dickicht findet Leichtmatrose für mich auch heute noch den richtigen Ton und lässt mich gerne an diese Zeiten zurückblicken und irgendwie kriege ich große Lust auf eine der Vanille Zigaretten vom Mondschein. Mega-Underrated leider.

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Projekt: Top 250 - Megadeth

„Schade, wie leider nur ohne H“, sagte einer meiner sehr speziellen Freunde während des Studiums immer, wenn man ihn nach seinem Namen fragte. Ein kauziger Typ, der morgens seine Pflanzen mit Namen grüßte, und nachts zu den Klängen von Metallica und Megadeth durch die WG flanierte, als sei er Teil der Bandgeschichte. Ich hab’s damals nicht verstanden, weder das Pflanzenreden noch Megadeth. Vielleicht lag es am fehlenden THC-Pegel, vielleicht auch einfach an meinen Ohren.

Zweimal habe ich’s probiert – die komplette Discografie durch, auf der Suche nach dem berühmten Aha-Moment. Der blieb aus. Der Zugang zu dieser Art von Thrash Metal war mir immer irgendwie versperrt, obwohl ich die Leidenschaft, die da transportiert wird, natürlich anerkenne. Nur eben nicht fühle.

Lieblingslieder? Keine. Lieblingsalbum? Auch keins. Dafür eine schöne Erinnerung an meinen alten Geranienfreund, der Megadeth lebte, wo ich nur konsumierte. Vielleicht ist es ja am Ende genau das, was zählt: Die Musik, die bleibt, weil sie Teil eines Lebensabschnitts war – auch wenn sie selbst nicht hängen geblieben ist.

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9/25/2024

Lügen ist nicht Gott gegeben!!!

Jedes Schulkind weiß auch heute noch, in einer immer unaufgeklärteren Welt, so es denn eine einigermaßen gute Kinderstube hatte, dass Lügen scheiße ist! Und doch behaupten Forscher und Psychologen, dass jeder Mensch lügt und das sogar bis zu 200-mal am Tag.

Es gibt zwei Dinge in meinem Leben, die mir unfassbare Angst und Abscheu verursachen und den Hass aufdrehen können, wenn ich auch sonst echt ein umgängliches Kerlchen bin. Das eine sind Nadeln und die damit verbundenen Schmerzen. Aber die ertrage ich durch jahrelanges Abhärten immer besser, da ich ihr notwendiges Übel in meinem Leben anerkenne. Unehrlichkeit dagegen ist für mich inakzeptabel und da rede ich von, "Es ist kein Eis mehr da", obwohl noch was da ist, bis hin zu "Ich habe dich nie angelogen", von Menschen, die sich irgendwie eine Ausrede hinbiegen, dass sie nur nicht die ganze Wahrheit gesagt hätten, als sie z.B. fremdgegangen sind, weil man ja irgendwie durchaus behaupten könnte, mit dem Sekretär zu schnaxeln sei gleichbedeutend mit "Ich war noch mit den Kollegen weg!"...

PFUI PFUI PFUI...

Ich finde in diesem Sinne eben auch die Aussage, dass wir 200-mal am Tag lügen fragwürdig, der Meister der Lügen ist ein intriganter Bursche, der als das Urböse wahrgenommen wird, dabei ist er anfangs nur jemand, der keine Antworten auf seine Fragen bekommt und dann ein fehlgeleitetes Unrechtsbewusstsein entwickelt und beginnt hinterrücks zu agieren.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich, der ich früher wohl mal in einem sehr toxischen Umfeld gelernt habe, dass man vieles deutlich leichter erreicht, wenn man die Wahrheit dehnt oder lügt und betrügt, um an sein Ziel zu gelangen, der Richtige bin Lügen zu verurteilen, allerdings halte ich mich für "geläutert" oder zumindest "achtsam" und vermeide in den meisten Lebenslagen den einfachen Weg, die Notlüge oder halt Auslassung und Verschweigen von Wahrheiten. Es macht mich zu einem sehr schwierigen Gesprächspartner, wenn man nicht in der Lage ist mit ungefilterter Wahrheit klarzukommen, denn die ist oft verletzend und wirkt gemein, kostete mich schon viele soziale Kontakte und ist sicher auch nichts, dass mich reich und erfolgreich gemacht hat. Es lässt mich abends ins Bett gehen, nach oben zu blicken und hoffen, dass ich mir nichts weiter hab zu Schulden kommen lassen. 

Mir ist jedoch aufgefallen, dass Menschen sobald man sie mit Wahrheit konfrontiert oder unbequemen Aussagen, sie diese lieber gar nicht hören wollen, als sich dem zu stellen, was im Endeffekt ja bloß eine Spiegelung ihres Versäumnisses darstellt, von Anfang an ehrlich mit mir gewesen zu sein. Niemand wird gern ertappt, dem kann man entgehen, indem man einfach nichts geheim hält. Ja, jeder hat eine Privatsphäre, jeder gibt nur von sich preis, was er mag, doch wenn jemand, der einstmals Alles mit einem geteilt hat, jeden Gedanken und es keine Grenzen des Vertrauens gab plötzlich ohne erkennbaren Grund sein Verhalten ändert, dann ist das für sensible Menschen ein Zeichen und sie wittern Betrug. In 99% aller Fälle, die ich bisher erlebt habe, hat sich immer, wenn auch manchmal erst nach Jahren, herausgestellt, dass oft ganze Kartenhäuser aus Lügen dahintersteckten, und das fühlt sich für mich immer an, als würde eine alte Wunde wieder aufgehen, oder hätte sich über die Jahre unbemerkt entzündet und schmerzt dann noch einmal wie Hölle. Früher war es eher eine Genugtuung, "siehste, hatte ich doch Recht, dass das eine von der Sorte war!", heute erschüttert es mich, denn ich wähle mittlerweile so unglaublich vorsichtig aus, wem ich vertraue, da ist der Dolchstoß von hinten immer mal wieder wie ein durchtrenntes Rückgrat, zumindest wenn ich nicht stabil bin. Ich kann nicht sagen, man gewöhnt sich an die Falschheit der Menschen, ich will das gar nicht, viel mehr will ich ihnen Liebe schenken, damit sie keine Lügen mehr brauchen. Wir sind alle Geschöpfe der Liebe und die Lüge ist die Verführung, dieser Liebe nicht getreu zu sein. Mit jeder Lüge verlieren wir ein Stück unseres Glanzes, ein Stück des Menschseins, ein Stück unserer in uns verschränkten Kraft unseres Schöpfers, nennt es Sternenstaub, wenn ihr es weniger sakral wollt.

Achtet mal drauf, wenn ihr euch unter Menschen begebt, wie viele mit gesenktem Kopf, leeren Augen oder einer Art von Unsichtbarkeit in ihren Mobilgeräten versinken und wie wenige aufrecht mit einem Strahlen umhergehen. Ganz selten nur wird ein Lächeln auch erwidert, weil es den Hauch von Unehrlichkeit versprüht, ist es doch eines der leichtesten Mittel, einfach ein wenig Liebe zu geben, ohne etwas zu verlangen, keine Bedingung, nur Schöpferkraft. In diesem Sinne, lächeln wir die nächsten 3 Personen, die wir heute noch treffen einfach mal ganz ohne Hintergedanken an und zeigen ihnen, dass wir die Glut noch haben, die Liebe noch scheint, verschenken wir etwas und unser eigenes Geschenk wird uns dankbar machen, dass wir es geben konnten.