11/28/2024

Projekt: Top 250 – Freedom Call

Melodischer Power Metal in Reinform – Freedom Call sind für mich der Inbegriff dessen, was ich an diesem Genre liebe: epische Refrains, Lichtschwert-Gitarren, Doublebass-Galopp und diese überlebensgroßen Melodien, die direkt ins Herz gehen. Geknüppel, das zum Schädeln einlädt – und gleichzeitig eine fast kindliche Freude am Fantastischen. Einfach schön.

Ich glaube, Freedom Call sind so etwas wie die Quintessenz meiner Liebe zum Power Metal. Die Musik ist energetisch, voller Pathos, aber nie schwer – und das meine ich ganz im besten Sinne. Sie machen Musik für Menschen, die ihre Drachenschuppen polieren, bevor sie zum Headbangen gehen, und dabei einfach gute Laune wollen. Ich liebe sie. Nicht mehr und nicht weniger. Unerwähnt aber fast logisch, dass sie vermutlich auch Opfer der verlorenen 7 sind.

Für alle, die mal reinhören möchten, gibt es hier, wie immer den Spotify-Link zur Band und für mehr Infos den last.fm-Link zur Band.

Dazu die wöchentlich um 20 Titel wachsende Playlist mit je 2 Titeln pro Top 250 Künstler:

Projekt: Top 250 – Sabaton

„Noch ein Bier! Noch ein Bier!“ – dieser Chor hallte 2008 schon morgens um 11 Uhr über das Festivalgelände, als Sabaton auftraten und der Sänger sich nach jedem Song ein Pils genehmigte. Damals stand ich in einer eher überschaubaren Menge, doch die Stimmung war grandios und ich wusste: Diese Band merke ich mir. Was für eine Energie! Was für Hymnen!

Und wie sie wuchsen! Vom kleinen Act am Vormittag hin zu einer der ganz Großen – bis hin zum legendären Auftritt auf dem Wacken Open Air, wo sie als eine der ersten Bands überhaupt beide Hauptbühnen gleichzeitig bespielten. Mit Panzer auf der Bühne, Flammen, Pathos, Military-Ästhetik, historisch aufgeladenem Bombast – Sabaton haben sich ihren Platz in der Power-Metal-Oberliga erkämpft. Und wie.

Musikalisch war das für mich immer perfekter Motivationssound: eingängig, fett produziert, mitreißend. Dass ich sie in letzter Zeit kaum noch gehört habe, liegt eher an meiner allgemeinen Rotation – aber ich muss dringend mal wieder reinhören. Gibt’s die überhaupt noch? (Spoiler: Ja. Und sie touren auch noch fleißig.)

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Gesundheitssystem, kurze Frage

Du gehst zu deinem Arzt und er sagt dir, du kannst dich bei nem Experten ja inne Sprechstunde setzen, während er irgendwas von Schlangenbiss faselt. Ich stelle es mir grad vor: "Mein Nephrologe hat gesagt, der Schlangenbiss..." - Kurze Pause, dann der Hautarzt: "Pickel aufgekratzt, verschreib ich ne Wundsalbe, ne?" Und die gibt's dann auf Kasse? Aber Vitamin D, was überlebenswichtig ist muss ich mir selbst kaufen? Ich verstehe das Gesundheitssystem einfach auch nicht mehr.

Projekt: Top 250 – Weezer

Weezer, das war für mich mehr als nur Musik – das war die Rettung vor dem trostlosen Zwang namens Schulsport. Irgendwann in der Schule, als ich mit 16 noch der festen Überzeugung war, dass Laufen völliger Schwachsinn ist, beschallte plötzlich „In the Garage“ die Turnhalle. Irgendjemand hatte eine CD mitgebracht, und wir durften quasi zu unserer Musik unsere Runden laufen. Hätte man mir das doch mal früher gesagt, ich lief los, und hatte Spaß. Musik kann alles verändern – und Weezer waren plötzlich der Soundtrack dieser kleinen Offenbarung. Aber noch viel mehr.

Wenige Tage später kaufte ich mir das Blue Album – und der Weg war geebnet. Ich blieb irgendwie immer dran. Die Band wurde zu einem dieser musikalischen Fixpunkte, die einen durch Jugend, Unsicherheiten und erste Kellerpartys begleiten. Wenn ich Weezer höre, bin ich wieder auf Freibierfeten, schüchtern, aber mit Schmetterlingen im Bauch, beim ersten Tanzen mit einem Mädchen, oder einfach auf dem Rückweg von der Schule, Discman in der Tasche, die Welt war groß und ungewiss – aber der Soundtrack war gut.

Nicht unbedingt Musik zum Feiern, sondern zum Erinnern. Weezer holt mir diese Teenagerjahre zurück, mit all ihrem Chaos, Charme und dem Gefühl, dass alles möglich ist und ich möchte an dieser Stelle die Möglichkeit nutzen, all die Menschen zu grüßen, die mit mir diese zweite 10. Klasse durchlebt haben, ja auch den Typ, der meinte mir wegen eines missverstandenen Gedichts aufs Maul zu hauen. Aus deiner Sicht kann ich es 25 Jahre später fast nachvollziehen, auch wenn man jemanden nicht nachts einfach mal eine zimmert. Spannend, dass auch diese Erinnerung an Weezer geknüpft ist.

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Projekt: Top 250 – Illuminate

Illuminate waren für mich nie einfach nur Musik. Sie waren ein Zufluchtsort. Ein schwarzer Samtumhang für die Seele. Ein melancholischer Spiegel meiner dunkelsten Gedanken – und gleichzeitig eine Kerze, die in dieser Dunkelheit leuchtete.

In einer Zeit, in der mein Herz schwer war und vieles im Leben keinen Sinn ergeben wollte, war es der Sound von Illuminate, der mich auffing. Diese bittersüßen Melodien, die wehmütige, fast todessehnsüchtige Atmosphäre – und dennoch immer ein Hauch Hoffnung, irgendwo zwischen den Zeilen. Ein poetischer Schmerz, der so schön ist, dass man ihn freiwillig immer wieder spüren will.

Ich erinnere mich an Nächte mit Kopfhörern, an Fenster, hinter denen der Regen stand, an Zeilen, die mehr mit mir sprachen als jeder Mensch. Und ja – es war der Soundtrack meiner Tränen. Aber es war auch Heilung. Schönheit im Schmerz. Und ein bisschen Trost im Wissen, dass man nicht allein ist mit dieser Dunkelheit.

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Projekt: Top 250 – dArtagnan

"Rügenwalder Teewurst Ritter – kitschig weich gespülter Muschi Rock mit Hair Extensions im David-Garrett-Lookalike." So steht’s in der Shoutbox auf Last.fm – und ja, ich musste lachen. Weil es stimmt. Irgendwie. Zumindest ein bisschen. Und trotzdem – oder gerade deshalb – mag ich sie. Denn mal ehrlich: Auch ein "harter Kerl" wie ich braucht manchmal einfach genau sowas.

dArtagnan liefern diesen weichgespülten Mittelalterpop mit Ohrwurmgarantie, irgendwo zwischen The BossHoss auf LARP-Festival und Unheilig mit Mandoline. Aber: Sie machen das konsequent, charmant und auf eine Weise, die man ihnen irgendwie nicht übel nehmen kann. Ich erinnere mich, wie sie mir mit der Zeit immer sympathischer wurden – vor allem, weil sie nicht versuchen, härter zu sein als sie sind. Und das ist eine Qualität, die man schätzen sollte.

Ich mag auch die Entwicklung, die sie gemeinsam mit Genre-Verwandten wie Santiano durchlaufen haben – von "Landgang" und Volkstümlichkeit hin zu echter, gut produzierter Folk-Rock-Kapelle mit Live-Qualitäten. Muss ja nicht immer alles brennen. Manchmal darf’s auch einfach nur angenehm glühen.

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Projekt: Top 250 – Feuerschwanz

Feuerschwanz – was habe ich sie am Anfang belächelt. Diese frivole Spielmannstruppe, die mit zotigem Humor, zweideutigen Wortspielen und einem Bandnamen daherkam, der für mein Empfinden eher peinlich als charmant war. Ich erinnere mich, dass ich da anfangs echt einen Bogen drum gemacht habe.

Dann kam Phase zwei: Noch immer ging es um Met, Miezen und Mittelalterklischees, aber ich merkte plötzlich, wie viel Wortwitz, Selbstironie und musikalisches Talent da eigentlich drinsteckte. Es war immer noch schräg – aber auf einmal auch gut. Der Sound wurde härter, man bewegte sich vom klassischen MPS-Klamauk zu ernstzunehmendem Folk-Rock.

Und dann kam der dritte Schritt – der Punkt, an dem ich sie wirklich lieben gelernt habe: Die Band schlug einen Haken in Richtung Mittelalter-Metal mit echter Power. Episch, eingängig, dabei nie ganz ohne Augenzwinkern. Dazu kamen geniale Coverversionen von Pophymnen, die sie in ihre Welt überführten, als wären sie nie anders gedacht gewesen. Und plötzlich waren Feuerschwanz für mich sowas wie die Go-To-Guys für Gute-Laune-Metal geworden.

Ich kann’s nicht anders sagen: Ich gönn ihnen den wachsenden Erfolg von Herzen – und würde mich auch nicht wundern, wenn man sie demnächst irgendwo im Mainstream wiedertrifft. Verdient wär’s allemal. Genau so wie ihre recht hohe Platzierung in den Top 250!

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Projekt: Top 250 – DragonForce

DragonForce ist einfach so wild. Da ist dieser Guitar Hero-God-Mode-Vibe, wo alles blinkt, rast, flimmert – aber gleichzeitig ist da auch diese Melodik, dieses Verträumte, das mich an fantastische Welten denken lässt. Ich sehe Drachen fliegen, Flammenmeere tanzen, Rüstungen und Dinosaurier, Neonkeyboards und Laserstrahlen – und mittendrin ich, mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Die Band hat mir schon früh gezeigt, dass Metal auch verspielt, übertrieben und doch emotional sein kann. Gerade in meiner Anfangszeit mit dem Genre gehörten DragonForce bestimmt zu den Top Ten zu Zeiten der verlorenen 7, die ich bis zur totalen Erschöpfung gehört habe. So exzessiv, dass sich der Besitzer vom Musikgeschäft nebenan über die Lautstärke beschwerte – ich glaube, dem alten Ölprinzen gefiel einfach die Musik nicht. 😄

Was mich bis heute an DragonForce fasziniert, ist dieser wahnsinnige Speed. Ich sitze da oft mit offenem Mund und denke mir: Wie zur Hölle ist das überhaupt noch menschlich spielbar? Ich selbst bekomme das "Smoke on the Water"-Riff gerade mal halbwegs fehlerfrei hin, da ist das hier eine ganz andere Welt. High-End Extreme Power Metal eben – virtuos, übertrieben, wunderschön.

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Projekt: Top 250 – Queen

Queen sind so überlebensgroß, dass es sich fast anmaßend anfühlt, ein Urteil über sie zu fällen. Sie sind eine dieser wenigen Bands, bei denen der Mythos, die Musik und die Persönlichkeit des Frontmanns zu einem Gesamtkunstwerk verschmolzen sind. Statt also zu analysieren, wie viele großartige Songs Queen geschrieben haben – und das sind verdammt viele – ich würde am liebsten die drei Greatest Hits Alben hier tracklisten und dann schweigen, aber ich erzähle lieber ein paar persönliche Geschichten.

Wayne’s World zum Beispiel: Diese Anfangssequenz mit „Bohemian Rhapsody“, in der der Song kollektiv mitgebangt wird – Kult. Ohne Queen wäre diese Szene einfach nur… lame. So aber wurde sie zu einem popkulturellen Moment, den ich jedes einzelne Mal feiere.

Oder die Nächte mit Mr. P, Aquavit und Street Fighter. Queen liefen im Hintergrund, während wir über das Leben, die Liebe und die Musik philosophierten. Ich glaube, er war einer der wenigen Menschen, die wirklich verstanden, was Musik in uns auslösen kann. Ich hab dich wirklich geliebt, mein Freund. Danke für diese Nächte.

Natürlich gab es auch Gegenwind – ausgerechnet aus der Verwandtschaft. Menschen, die Queen nicht verstanden, die sagten, man müsse ein gewisses Alter haben, um das zu würdigen. Bullshit. Guckt euch Highlander an – stellt euch den Film ohne Queen-Soundtrack vor. Er wäre absoluter Müll! Queen haben ihn getragen. Das ist der Unterschied zwischen Sound und Vision.

Und dann ist da Freddy. Freddy Mercury. Das Genie, das Energiebündel, das queere Symbol, das Rockstar-Manifest. Lady Gaga hat sich nach einem ihrer Songs benannt. Der Film Bohemian Rhapsody hat mich emotional gepackt wie wenige Musikbiopics zuvor. Ich glaube, Freddy hätte das gefallen. Und um noch mal Mr. P zu zitieren: „Fuck me, Freddy – I’m so ready!“

Zeit, die Discografie wieder mal komplett durchzusuchten.

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Projekt: Top 250 – HammerFall

HammerFall sind eine meiner absoluten Lieblings-Power-Metal-Bands. Sie haben einfach alles: Hymnen mit Ohrwurmcharakter, Chöre zum Mitgrölen, dieses melodisch-schwedische Soundfundament und eine Livepräsenz, die dich umhaut – ob auf einem Festival oder in einer stickigen Halle. Ihre Songs machen einfach gute Laune, wenn man diesen Power-Metal-Stil mag, und wenn nicht, dann versteht man vermutlich auch sonst nicht, was an Gitarrenheldentum und Drachen-Fantasy so geil sein soll.

Was für mich immer hängen geblieben ist: "Renegade" – der Song war damals in den Charts, was für Metal ja eh eher unüblich ist, und ich hab ihn geliebt. Es war einer dieser Songs, die sich wie ein Fremdkörper in der Poplandschaft anfühlten – und genau das hat mich so fasziniert. Diese Stücke, die eigentlich nicht in die Charts gehören und trotzdem da auftauchen, waren mein Einstieg in den Metal. HammerFall sind da definitiv mitverantwortlich. Danke dafür.

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