9/19/2024

Projekt: Top 250 - Bon Jovi

Bon Jovi, die absolute Lieblingsband meiner Mutter, einer alten Bekannten und von Millionen Menschen. Ich gehöre nicht wirklich zu den Fans, vielleicht war ich es mal, als ich "Always" auswendig konnte, "Bed of Roses", "Dry County", "These days", "Runaway", "Living on a prayer", im Grunde war ich ein Fan der "Cross Road"-Ära, alles, was vor dem "Crush" Album da war, mochte ich wirklich gern, da fand man Bon Jovi noch im Plattenladen unter Hard-Rock, auch wenn es schon damals natürlich recht powerballadig daherkam, zum Teil. Aber das liebte ich genau wie die Mädels... ach ihr wisst schon, wie das damals in der 7. Klasse eben war.

Ich habe damals für eines der klugen Mädels aus der Klasse da reingehört, weil sie mir erzählt hat, dass es ihre Lieblingsband war und mir gefiel das, damals hatte ich jedoch noch nicht wirklich die Eier das auch einzugestehen und so wurde da nix draus, ja so oberflächlich und beeinflussbar ist man mit 12 Jahren. Würde mich mal interessieren, was aus ihr geworden ist und ob sie der Band auch nach dem radikalen Turn in Richtung Pop-Rock treu geblieben ist? Denn ich bin es nicht. "It's my life" ist ein toller Feiersong, aber gleichzeitig ist er das, was Menschen, die Dudelmucke hören für Hard-Rock halten, alles danach war POP und ich mag kein POP. Dass Bon Jovi sich dennoch so weit oben platziert haben zeigt, sie haben eben auch einen guten Katalog an echter Rockmusik.

Für alle, die mal reinhören möchten, gibt es hier, wie immer den Spotify-Link zur Band und für mehr Infos den last.fm-Link zur Band.

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Projekt: Top 250 – Nathaniel Rateliff & The Night Sweats

Manchmal stolpert man über Musik, die sich anfühlt, als hätte sie sich zwischen all dem digitalen Kram der Jetztzeit heimlich durch die Hintertür geschlichen. Nathaniel Rateliff & The Night Sweats sind für mich wie ein seltener Vinyl-Fund auf einem verstaubten Dachboden, der dann aber genau den Ton trifft, den du gar nicht gesucht hast, aber dringend gebraucht hast. Ultralässig, einfach anders. Eine willkommene Abwechslung zwischen dem, was ich sonst so höre.

„You Worry Me“ hat mich sofort gehabt – dieser treibende Groove, die Stimme, die klingt wie ein Mann, der alles gesehen hat, aber trotzdem noch Hoffnung im Herzen trägt und „Coolin’ Out“ – ach, das ist wie ein Sofa in Liedform. Musik zum Durchatmen, Zurücklehnen, Mitwippen. Ich glaube, ich könnte beide Songs auf Dauer-Repeat hören, ohne dass mir langweilig wird. Die ganze Band hat so eine Zeitlosigkeit an sich, die ich selten finde.

Leider bisher nur im Kopfkino live erlebt – aber das Szenario ist immer dasselbe: Eine kleine, verrauchte Kneipe, es regnet draußen, drinnen klirren Gläser und irgendwo hinten auf der Bühne geben sie alles. Keine riesige Lightshow, kein Spektakel – nur ehrliche Musik mit Seele. Danke dafür. Und dafür, dass ihr meinen musikalischen Horizont um eine Ecke erweitert habt, die ich so nicht kommen sah.

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Projekt: Top 250 – Vogelfrey

Mittelalterrock ist ja so ein Genre, bei dem man irgendwann das Gefühl hat, man hat alles schon mal gehört – Dudelsack hier, Schwertgeklirre da, Texte irgendwo zwischen Spielmann und Saufgelage. Vogelfrey war da erstmal keine Ausnahme. Eine von vielen. Gute Musik, aber nichts, was mich sofort gepackt hätte. Doch dann kam „In Ekstase“. Und auf einmal war da mehr als nur Lagerfeuerromantik mit Stromgitarre. Die Songs hatten plötzlich Ecken, Kanten, Energie – und einen ganz eigenen Charme, der mich dann doch gekriegt hat. Von da an: Fan. Punkt.

„Magst du Mittelalter?“ – was eine Hymne. Frech, charmant, mit einem Augenzwinkern direkt ins Trinkhorn. Genau der Humor, den ich bei so einer Band sehen will. Und genau die Art von Song, bei der man merkt: Die wissen, was sie tun. Da geht’s nicht nur ums Drauflosrocken, sondern ums Augenzwinkern zwischen den Noten.

Eine der Bands der zweiten Mittelalterwelle, die sich definitiv in meine Ohrmuschel gespielt haben.

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9/17/2024

Fernsehunterhaltung 2024

Samstagabend ließ ich mich doch tatsächlich dazu hinreißen mir das Raab-Comeback zu geben, was im Grunde eine reine Werbeveranstaltung für den Raabinator himself war und bis zu seinem Ringeinzug kurz vor 22 Uhr eine reine Huldigung und vorhersehbare Labershow war. Einerseits habe ich mich sehr über den raabschen Übertreibismus gefreut und es war ein cozy Gefühl seine Stimme wieder zu hören, andererseits fand ich das mit einem Boxkampf einzuleiten irgendwie fail. Vor allem, weil man Frau Halmich wirklich nicht gut behandelt, hat im Vorfeld. Aber das kann ich aufgrund der ganzen Geheimhaltung und Bla noch nachvollziehen.

In der anschließenden Pressekonferenz dachte ich anfangs gar, dass Raab RTL gekauft hat und nicht andersherum. Ich glaube, ich verstehe es aus seiner Sicht, allerdings fühlt es sich irgendwie merkwürdig an. Er wirkte, als wäre er nie weg gewesen, hat quasi das lineare Fernsehen als beendet erklärt, weil er mit neuen Shows größtenteils auf RTL+ starten wird, auch nachvollziehbar und nur noch Sachen zu machen, die ihm Spaß bereiten verstehe ich genauso wie die kreative Kontrolle über seine eigenen Sendungen zu haben. Etwas peinlich war der Elton, der wie der kleine Junge, der neben dem Präsidenten von allem steht und fragt: Stefan, könnte ich noch etwas mehr haben. Im Nachhinein macht jedoch alles Sinn, sogar die Entlassung bei Pro7.

Ich weiß nicht, ob ich gespannt bin, was da auf uns zu wandert und ob ich mir deswegen ein RTL+ Abo holen soll, denn auch wenn das Showkonzept, was Mittwoch loslegen soll, irgendwie sehr nach einer eingedampften "Schlag den Raab"-Episode klingt, die noch nicht einmal live stattfindet, fühlt es sich für mich wie ein fauler Versuch an TV-Total, welches parallel auf Pro7 läuft anzugreifen. Nicht ganz parallel, denn die Show startet um 20 Uhr 10 und damit 5 Minuten früher und ist mit einer Länge von 90 Minuten dann eben auch später zu Ende.  Passende Single zum Kampf herausgebracht und tendenziell ne Nummer 1 generieren war natürlich auch kalkuliert und wirkt wie so viele Comebacks der letzten Jahre und er hat es ja durch die Blume auch in der PK gesagt, jetzt nochmal 5 Jahre richtig Reibach machen und Spaß haben und dann ist auch genug Kohle für Ruhestand da und das Lebenswerk als Deutschlands Entertainer of All wäre auch zementiert. Doch, ich bin gespannt, ich weiß nur nicht ob ich dem Personenkult wirklich noch so anhängig bin, damals habe ich mir alles reingezogen, wo RAAB dranstand, seit Viva, über Eins Live bis hin zu TV-Total und den Raab-Events... warten wir es ab.

9/16/2024

WOW - Madeline Zima

Während meiner Recherchen wird mir bewusst, dass Madeline Rose Zima schon echt lange Teil meines von Film und Fernsehen begleiteten Lebens ist, scheint sie doch in so ziemlich jedem Format schon einmal aufgetaucht zu sein. Gut, ich kann mich nicht an ihre Auftritte als Kinderstar erinnern, sie ist mir doch erst so wirklich im Gedächtnis seit Californication, wo sie einfach unfassbar gut performt. Als ich sie letztens wieder in einem Film sah, dachte ich, wow das Gesicht kommt mir so bekannt vor, was für ein Strahlen, was für eine Präsenz und entschied sie in die Women of my World aufzunehmen. Und immerhin ist sie eine der wenigen Frauen, die mich bereits im Traum besuchten --> Mädchen im Traum (2012)

Geboren am 16. September 1985 sind wir ein Jahrgang und das erklärt vermutlich, warum sie mich so flasht. Aber ganz ehrlich guckt ihr ins Gesicht und sagt mir, dass euch das absolut kalt lässt. Eindeutig WOW. Ich würde echt gern mal mit ihr in einem Plattenladen eingeschlossen sein und in alles mal reinhören. Irgendwie macht sie auf mich den Eindruck eines Menschen, der Musik mag.

Ihre absolute WOW-Version ist für mich die während ihrer Zeit bei Californication, weil sie auch auf den roten Teppichen immer eine gute Figur gemacht hat und dieses Strahlen überall mit hingebracht hat. Ihre Filmografie ist beeindruckend und sie sollte viel öfter besetzt werden, ein echter Star meiner Welt.
Fanpop

9/12/2024

Projekt: Top 250 – Robert Natus

Das ist kein Künstler, den man emotional umarmt oder bei dem man die Lyrics mitsingt. Das ist Tablette rein, Abfahrt – eine Art Technodampflok, die alles mit sich reißt, was nicht festgeschraubt ist.

Scheppern lassen, durchdrehen, und am Ende – zack – ist der Morgen da und die Sonne brennt dir durchs Trommelfell. Dahinter eine Nacht des wilden Tanzes, heißer Haut und ekstatischem Zucken.

Im Grunde ist Robert Natus für mich ein Platzhalter für genau diese eine Nacht. Kein Wiedersehen geplant, aber vergessen wird man’s auch nicht.

Keine Danksagung, keine Anekdoten, keine große Liebe. Nur dieser eine Moment, der irgendwo zwischen Eskapismus und Eskalation lag. Und das reicht ja manchmal auch.

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Projekt: Top 250 – Erasure

Erasure ist so eine Band, die sich wie ein leuchtendes Post-It an meine musikalische Kindheit geklebt hat – mit Glitzerfolie, Neonfarben und einem großen, tanzbaren Herz. Ich habe sie über meinen Vater kennengelernt, der sie gern gehört hat, und wie so oft bei musikalischen Eltern-Erbschaften: Erst belächelt, dann geliebt, schließlich selbst rauf und runter gehört. Irgendwann war’s dann auch mein Soundtrack – und zwar einer, der nie so richtig weggegangen ist.

Und immer, wenn ich die Künstler-Card von Erasure in diesem völlig durchgeknallten 90er-Brettspiel „Top oder Flop“ sehe, muss ich grinsen. Wie absurd bunt und cool dieses Spiel war, eigentlich braucht die Welt genau dieses Spiel nochmal, aber in heutigem Gewand. Vielleicht ja mit einer Genre-Auswahl, kuratierten Künstlerkarten und Online-Anbindung… hey, ChatGPT, nimm das mal mit ins nächste Entwicklermeeting, ja? 😄

Aber zurück zur Musik: Erasure ist pure Synthpop-Magie. Ich glaube, sie wären in dieser Liste noch viel weiter oben gelandet, wenn all die Vinyl-Sessions aus meiner Jugend mitgescrobbelt worden wären. Ich könnte gar nicht sagen, welches mein Lieblingslied ist, da sind einfach zu viele. „Always“, „Sometimes“, „Ship of Fools“ – alles Klassiker.

Aber die Krönung: „A Little Respect“. Und da kommt der Fun Fact: Ich kannte den Song zuerst nur in der Wheatus-Version (die ich damals auch super fand, no shade), bis ich irgendwann das Original hörte – und BÄM, das war’s. Erasure haben’s einfach drauf, diese Mischung aus Melancholie und Tanzbarkeit hinzukriegen. Witzig auch, dass ich früher ganz oft OMD und Erasure verwechselt habe.

Lieblingsalbum? Wahrscheinlich irgendeine Best-Of-Compilation. Und das mein ich absolut nicht abwertend – eher im Sinne von: Sie haben einfach so viele Hits, da ist die geballte Sammlung fast schon das Beste.

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Projekt: Top 250 - Ingrimm


Ingrimm kam in einer Phase in mein Leben, in der alles irgendwie ein bisschen düsterer, ein bisschen roher war – perfekt also, um ihren donnernden Mittelalter-Metal in Dauerschleife zu hören. Ich war tief drin in der Szene, hatte Bock auf Härte, auf Haltung, auf Anti – und genau das haben mir Ingrimm geliefert. Keine Spielmannsromantik, kein Folk-Geflirte – sondern grob gehauenes Handwerk mit Wut im Bauch. Und genau so hab ich mich damals auch gefühlt.

Ich frage mich, warum sie nicht höher platziert sind, bei Schelmish, die für mich eine ähnliche Richtung bedienen war es der fehlende Zugang, hier liegt es vermutlich nur daran, dass sie nicht so viel Musik in ihrer Diskografie haben, weshalb sie nicht noch weiter oben platziert sind. Denn ich find die geil.

Live hab ich sie auf dem RockHarz gesehen – und das war… laut. Also wirklich laut. Die Anlage war so übersteuert, dass es fast körperlich wehgetan hat, aber Ingrimm haben trotzdem hart abgeliefert. Keine Showeffekte, kein Firlefanz – einfach durchziehen. Respekt dafür. Der Soundtrack zu diversen Gelagen – und das mein ich sowohl akustisch als auch im übertragenen Sinne.

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Projekt: Top 250 – Dark Moor


Dark Moor hab ich in einer Zeit entdeckt, in der ich so richtig tief in meiner Power-Metal-Phase steckte – irgendwo zwischen Rhapsody, Sonata Arctica und Blind Guardian. Und plötzlich kam da diese spanische Band mit ihrem ganz eigenen Zugang zur Fantasywelt, und ich war sofort hooked. Es ist die Soundtrack gewordene Bereicherung einer Zeit für mich, in der ich mich in die Musik geflüchtet habe und hier fand ich Halt und eine kleine Heimat für eine gewisse Zeit. Die feengleiche Stimme gemischt mit der zum Teil fast orchestralischen Abmischung von Metal waren und sind bis heute ein perfektes Match.

Tatsächlich ist es vermutlich auch eine der Bands, die in den verlorenen 7 deutlich höher platziert waren, denn wenn man traurig durch die Nacht schlendert und "Memories" durch die Gehörgänge zieht, na ja ich hab nie aufgehört Sie zu lieben. Also nicht nur die Band als solches sondern auch die damit verknüpfte Erinnerung haben sich hier wohl platziert und das gänzlich ohne, dass ich sie je live gesehen habe.

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