9/25/2024
Heilung ohne psychische Gesundheit?
9/24/2024
Tanzen wir schon den Charleston?
Die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts waren denen dieses Jahrhunderts nicht unähnlich und ich habe wirklich Angst, dass wir gerade in die Ekstase geraten und das Rad komplett überdrehen, während wir schlechte Stimmung haben und die Zukunft uns mittlerweile echt egal geworden ist.
9/22/2024
1000 Walls of Text
Yay! Wieder ein Meilenstein, 1000 Posts, die mehr als 88 Sekunden Lesezeit benötigen. Was für ein Blödsinn denkt ihr? Dem fällt nix mehr ein und dann kommt er mit sowas Bescheuertem. Ja und Nein, also bescheuert auf jeden Fall, doch bevor wir zum Ursprung des irren "Wall Of Text"-Tags kommen noch kurz die Erklärung, dass ich zu den 1000 Mauern schon seit längerem was machen möchte, denn ich sehe das so, für jeden dieser Posts ist irgendwo eine Mauer des Schweigens umgefallen oder eingerissen worden, zumindest bilde ich mir das ein und will daran glauben und darum ist jede Einzelne es wert geschrieben worden zu sein. Und die meisten Dinge im Leben sind nun auch nicht mit einfachen Lösungen oder Zweisatu-Antworten oder Erklärungen im TikTok Stil zu beantworten und ich geh lieber ein bisschen tiefer rein, als mir am Ende anzuhören, ich sei missverständlich (passiert ja trotzdem).
Die Idee der Wall of Text wurde mir von einer jungen Frau vor ein paar Jahren angetragen, die meinte, 5 ausformulierte Sätze in Whatts-App wären ihr zu lang, worauf ich nach einem Angebot zum Telefonieren, um gewisse Dinge auszudiskutieren oder überhaupt zu diskutieren, ohne mich einer radikalen Meinung gegenüber zu sehen, die aus Angst und Doktrin bestand, eine knapp 10-minütige Freestyle Sprachnachricht abschickte. Naja, seitdem benutze ich den Tag mehr scherzhaft für alles, was über die Aufmerksamkeitsspanne von ein paar Augenblings hinausgeht und vielleicht auch eine interessierte Beschäftigung mit dem Text voraussetzt. Generell Interesse, denn das hat mich damals schon sehr gekränkt, da es sich sehr nach Desinteresse anfühlte sich mal kritisch zu reflektieren. Na ja, ich hätte auch noch eine Kategorie Blauwolf einfügen können, das wäre dann alles ab ner halben Stunde Lesezeit, denn da dauern die Telefonate meist 3 oder 4 Stunden. Ich lieb euch!
9/21/2024
Alle Inseln gleich?
In den letzten Wochen sind so viele meiner Freunde auf irgendwelche Inseln around the world geflüchtet aus dem Alltag und sie nennen es Urlaub und schicken wundervolle Bilder von Sonnenauf- und Untergängen, Blick aufs Meer. Ich bin so dankbar dafür, dass ihr das mit mir teilt, an meiner statt die Welt seht, wo ich es nicht kann. Denn am Ende ist sie doch wunderschön, die Welt. Und auch wenn die Bilder gewissermaßen alle gleich aussehen, ist es doch das Gefühl mit euch dort zu sein, dass mein Herz erwärmt. Also, noch einmal DANKE DANKE DANKE und genießt den Urlaub, und legt ruhig auch mal das Handy weg und atmet tief durch!
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| Liebe geht raus! |
9/19/2024
Projekt: Top 250 – Sweet
Es gibt Musik, die ist wie Brausepulver auf der Zunge – knallt kurz, schmeckt nach Kindheit und bleibt länger im Kopf, als sie eigentlich dürfte. The Sweet gehören für mich genau in diese Kategorie. Glamrock in Reinform. Ein bisschen zu schrill, ein bisschen zu glitzernd, und genau deswegen: verdammt nochmal geil.
Ich hab sie auf dem Wacken leider verpasst, haben viel zu früh am Tag gespielt, die Sonne stand noch viel zu hoch für Schlaghosen und Glitzerjacken und ich glaube wirklich hart haben die vor Allem in den 70ern gehittet, als meine Eltern in dem Alter waren, fest steht: eine Band mit echtem Kultstatus.
Kennt ihr das, wenn ihr irgendwo seid und dann anfangt im Kopf für euch im Kopf, "are you ready Steve? Andy? Mick?" durchzuzählen? Unvergessen, der "Ballroom Blitz", "Fox on the run" ach Mensch, so drüber und doch so großartig. Hab nie verstanden, warum Menschen so was nicht feiern konnten und als Teufelsmusik abgetan haben? Das war doch schon damals die bunte Seite des Rocks. "Blockbuster" ist mein „Licht aus, Spot an“-Moment. Wer sich noch an die Kultsendung "Disco" erinnert wird das schon verstehen, ne so alt bin ich nicht, allerdings habe ich popkulturell sehr viel nachgeholt.
Für alle, die mal reinhören möchten, gibt es hier, wie immer den Spotify-Link zur Band und für mehr Infos den last.fm-Link zur Band.
Dazu die wöchentlich um 20 Titel wachsende Playlist mit je 2 Titeln pro Top 250 Künstler:
Projekt: Top 250 – Nazareth
Es gibt diese Songs, die sich in die Seele brennen. Die still werden, wenn du laut bist. Die laut werden, wenn du allein bist. "Love hurts" war so ein Song. Und wenn dann irgendwann "Dream on" oder "Whatever you want from me" in mein Leben schlichen, war es meistens, weil SIE es gerade wieder getan hatte, irgendwo tief in meinem Herzen eins ihrer Fenster aufgemacht hat und ihr Duft zu mir drang. Tagträume, Bilder, Erinnerungen, die flackern wie alte Super-8-Aufnahmen.
Nazareth war für mich nie die laute Rockband, die sie für viele sind. Ich glaube, dafür bin ich einfach zu spät zur Party gekommen. Aber ihre Balladen – diese melancholischen Hymnen – die haben mich getroffen. Und tun es noch. Eine Band die mich live wahrscheinlich komplett überwältigen würde, weil ich all diese Gefühle mit ihren Liedern und dieser besonderen Stimme wieder vorhole und kabumm - Umgehauen!
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Projekt: Top 250 – Russkaja
Vielleicht war’s das Tempo. Vielleicht der Promillepegel. Vielleicht einfach nur eine musikalische Entgleisung in einem sehr speziellen Lebensabschnitt. Aber hey – jede musikalische Biografie braucht auch ihre peinlichen Kapitel. Das hier war wohl eins von meinen.
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Projekt: Top 250 – Status Quo
Status Quo – das war früher eine der absoluten Lieblingsbands meines Vaters. Und wie das so ist, läuft sowas dann auch bei einem selbst regelmäßig im Hintergrund mit. Ich hab sie tatsächlich mal live auf dem Wacken gesehen und war überrascht, wie viele Songs ich kannte… und irgendwie sogar mitsingen konnte. Das war fast wie Autoplay im Kopf. Diese Art Musik, die sich unbemerkt einfräst, weil sie irgendwo immer dudelt. Aber so richtig meine Band waren sie nie. Dafür war es mir zu viel Radiogedudel, zu gleichförmig, zu „meh“. Status Quo war für mich immer so ein bisschen wie der verbeulte Opel Kadett von nebenan – er läuft, er tut, was er soll, aber man träumt halt trotzdem vom Mustang.
Ein Song ploppt im Gedächtnis auf: „Whatever You Want“. Wohl einer der bekanntesten, einer der lautesten, vielleicht auch nur durch die Scooter Collabo in meinem Gedächtnis abgespeichert. Und weil es mein Vater aus irgendeinem Grund nicht mag, liebe ich "Pictures of a matchstick man". Ja und wenn man dann drüber nach denkt, kommt da der ein oder andere Gassenhauer. Ich fand zum Beispiel: "In the army now" immer klasse, weil es sich etwas von dem normalen Gedudel der band abhebt. Und irgendwie schwirrt mir da noch was im Kopf rum… waren die nicht mal die Tormusik von Schalke 04? Vielleicht liegt’s auch daran, dass ich Status Quo immer ein wenig mit meinen blauen Freunden in Verbindung bringe – für die war die Band gefühlt mehr als nur musikalisches Beiwerk.
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Projekt: Top 250 – Die Flippers
Tja, die Flippers…
Wenn man ehrlich ist, gehört das meiste von ihnen wohl in die Kategorie "musikalischer Sondermüll". Der Kitsch trieft, die Texte tropfen vor klebriger Fernweh-Romantik, und doch – doch! – gibt es da diese paar Songs, die tief eingebrannt sind. Als Kind war man eben dem ausgesetzt, was die Erwachsenen gehört haben. Und da liefen sie – „Nachts am Wolgastrand“, „Moskau im Regen“. Heute wirken diese Lieder in ihrer schmalztriefenden Verpackung fast schon cringe., wobei streicht das fast. Aber damals? Da war da etwas. Eine Sehnsucht. Ein vages Bild von Russland, vom Osten, vom Fernweh, das mir seltsam gefallen hat. Vielleicht war’s der Ursprung meines Traums von einer Reise nach St. Petersburg – wer weiß? Und dann wäre da noch „Lotusblume“ – ein Lied, das sich tief in die Erinnerung gegraben hat, obwohl (oder gerade weil?) ich es heute mit völlig anderen Ohren höre.
Ein echtes Lieblingsalbum gibt’s nicht – dafür ist mir das alles viel zu sehr Schlager-Hölle. Aber „Nachts am Wolgastrand“ und „Moskau im Regen“ sind eben Teil meines Soundtracks. Und wenn ich ehrlich bin: Einmal im Jahr, wenn der Pegel stimmt, landen die Flippers doch wieder in meiner Playlist. Ganz weit draußen, außerhalb meiner musikalischen Komfortzone – aber sie landen da. Und vielleicht gehört auch genau das zu dieser Liste dazu.
Für alle, die wirklich mal reinhören möchten, gibt es hier, wie immer den Spotify-Link zur Band und für mehr Infos den last.fm-Link zur Band.
Dazu die wöchentlich um 20 Titel wachsende Playlist mit je 2 Titeln pro Top 250 Künstler:
Projekt: Top 250 – Alligatoah
„Musik ist keine Lösung“ ist mein Favorit. Ein Album wie ein Kaleidoskop aus Spott, Ernst, Wahrheit und Albernheit. Aber eigentlich mag ich so ziemlich alles, was er rausbringt. Weil er mit der Sprache spielt wie andere mit Gitarrenriffs, nur dass dabei eben keine Soli, sondern Statements entstehen. Ich hab oft das Gefühl, dass viele gar nicht merken, dass sie selbst Teil des Ziels seiner Zeilen sind. Aber hey – Kunst darf das.
Ich hab ihn vor ein paar Wochen auf dem Wacken gesehen – ja, Wacken! Und ich geb’s zu: Ich hätte nicht gedacht, dass er da hinpasst. Aber er hat abgeliefert. Nicht mit Pyro oder Pathos, sondern mit Präzision. Zwischen all dem Metal hat seine Show gezeigt, dass Haltung und Humor genreübergreifend funktionieren.
Für alle, die mal reinhören möchten, gibt es hier, wie immer den Spotify-Link zum Künstler und für mehr Infos den last.fm-Link zum Künstler.
Dazu die wöchentlich um 20 Titel wachsende Playlist mit je 2 Titeln pro Top 250 Künstler:









