10/03/2024

Projekt: Top 250 – Haudegen

Haudegen gehören zu diesen Deutschrockbands, die nicht mit Rebellion oder Härte auffallen, sondern eher mit Herz und Brummbären-Attitüde. Ich habe sie auch genau so in Erinnerung: tätowierte Kerle mit weichen Seelen, ehrlichen Texten und jeder Menge Gefühl. Das ist Musik für die Momente, in denen der Grizzly Tickman mal wieder Liebeskummer hat – wenn man sich am liebsten in eine Decke einrollen, ein Bier aufmachen und in den Himmel starren will, während eine raue Stimme Geschichten von Schmerz und Hoffnung erzählt.

Diese Mischung aus Kante und Gefühl hat ihren ganz eigenen Charme – vielleicht nicht für jeden Anlass, aber für manche genau das Richtige.

Für alle, die mal reinhören möchten, gibt es hier, wie immer den Spotify-Link zur Band und für mehr Infos den last.fm-Link zur Band.

Dazu die wöchentlich um 20 Titel wachsende Playlist mit je 2 Titeln pro Top 250 Künstler:

Alte Kopfgeburten

Hallo Freunde,

Ich habe derzeit Urlaub und krame in alten Aufzeichnungen, da sind jede Menge Romananfänge, Storyideen und irgendwann aufgehörte Werke, die danach schreien mal wieder in das Zentrum meiner Bemühungen zu rücken.

Als erstes werde ich mir allerdings die Geschichten vornehmen, die ich einst in linierte Schulhefte schrieb, als ich aufs Gymnasium wechselte, in denen es um zwei gegensätzliche Brüder geht, die zu den Beschützern von Recht und Ordnung in ihrer Heimatstadt werden, nachdem bei einem Anschlag die komplette Polizei ausgelöscht wurde. Inspiriert von Bond und Batman, sowie dem Vorabendprogramm von Super RTL in den späten 90ern und den ersten Actionfilmen, die Klein-Alex damals sah entstanden interessante Geschichten, die sich für mich heute lesen, als könnte Michael Bay daraus etwas machen.
Im Moment stellt sich mir nur die Frage der Veröffentlichung, vermutlich beginne ich irgendwann an eben dieser Stelle mit Leseproben oder als Fortsetzungsgeschichten, aber das weiß ich noch nicht. Der klassische Groschenroman ist ja mehr oder weniger ausgestorben und ich habe auch keine finanziellen Mittel in dieser Richtung aktiv zu werden. Da habe ich hier meine 25-30 Stammleser und wenn es von denen 2 oder 3 gibt, denen mein Zeug gefällt reicht mir das auch. Seid also gespannt.

Bis dahin...

P.S.: Wenn ihr zufällig Verleger oder sowas seid, irre Drehbücher für ne Serie sucht, irgendwas mit der Idee eines Edge-Lords aus seiner Jugend anfangen könnt, wen kennt, der wen kennt, seid so gut, haut was in die Kommentare oder schreibt mich direkt an, Mail-Adresse ist bekannt: tickman.lifeentertainment@gmx.de

Projekt: Top 250 – Lordi

Lordi sind einfach eine ganz eigene Liga. Ich erinnere mich noch sehr genau an den Eurovision Song Contest 2006, als sie mit "Hard Rock Hallelujah" völlig überraschend gewannen. Ich war im X, irgendwo zwischen grünen Augen, drei- bis vierfachem Wodkas – oder war das doch beim Spiel gegen Polen? Egal. Dieses Lied hat damals einfach alles in meinem Leben perfekt vertont: meine neu entdeckte Liebe zum Metal, das Chaos der Gefühle, die Kraft von Gitarrenriffs gegen alle Widrigkeiten. Es war der Soundtrack zu einem Aufbruch.

Dieser Moment markierte wohl auch endgültig meinen musikalischen Bruch mit dem Ölprinz – der konnte mit 70er-Jahre-Disco aufwarten, ich hingegen mit Monstern in Plateauschuhen.

Lordi blieben für mich nicht nur ein One-Hit-Wonder. Ich sah sie live auf meinem zweiten Wacken 2008, als der Regen einsetzte und wir aufbrachen – Lordi spielten und verabschiedeten uns mit einem letzten Donnerhall. Später verfolgte ich ihre Veröffentlichungen mit mal mehr, mal weniger Begeisterung. Meine Mom liebt übrigens einen Song von ihnen, der angeblich wie ABBA klingt. Ich verabscheue ABBA zu sehr, um ihr da zuzustimmen – aber was soll's, Lordi haben halt für jeden was dabei.

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Projekt: Top 250 – Rudolf Rock & Die Schocker

Wahrscheinlich die unbekannteste Band in meiner Liste – aber auch eine der genialsten: Rudolf Rock & Die Schocker. Eine deutsche Rock’n’Roll-Kapelle mit Augenzwinkern, die mich tief geprägt hat. Warum? Weil meine allererste eigene Langspielplatte von ihnen war. Zusammen mit einer monströsen Anlage – Kassettenrekorder, Radio, Plattenspieler, alles in einem Holzungetüm – wurde sie mir geschenkt. Und ich habe sie geliebt. "Lederzwang", irgendwie war schon klar, dass ich Metaller werde. „Die Dinosaurier werd’n immer trauriger…“ – dieser Satz wurde zum Running Gag in unserer Familie. Ich hab meine Eltern damit rauf und runter genervt, und bis heute bricht manchmal Gelächter aus, wenn jemand ihn zitiert.

Am bekanntesten sind sie wohl durch ihre rotzige Coverversion von Herzilein, ursprünglich von den Wildecker Herzbuben. Aber auch abseits davon war das einfach ehrlicher, humorvoller Rock’n’Roll mit deutschem Text – ein bisschen NDW, ein bisschen Krawall, ganz viel Charme.

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Projekt: Top 250 – Dropkick Murphys

Mein Einstieg zu den Dropkick Murphys war Shipping Up to Boston – ein Song, der durch The Departed schlagartig in meiner Welt landete. Was für ein Brett! Laut, energisch, und mit dieser herrlich rotzigen Celtic-Punk-Attitüde, die sofort in die Beine geht.

Beim Durchstöbern ihrer Diskographie merkte ich schnell: Das ist mehr als ein Zufallshit. Diese Mischung aus Fiddle, Shouts und Working-Class-Wut hat was durch und durch Herzliches, fast schon Familiäres. Es ist Musik wie ein Guinness in einer verrauchten Kneipe, wo dir gleich ein Fremder die Schulter klopft – und dann mit dir durch den Tresen springt.

Irgendwo zwischen Randale und Gemeinschaftsgefühl, zwischen Pogotanz und Patriotismus, der eher an die Straße als an die Flagge gebunden ist: So klingt für mich der irische Weg. Und genau das liebe ich an ihnen.

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Projekt: Top 250 – Eisregen

Eisregen – das war lange so ein bisschen der geheime Code für maximale Provokation. In gewissen Phasen meines Lebens – in denen ich mit Abgründen, Dunkelheit und Übersprungshandlungen rang – war genau das ein Magnet.

Songs wie "Dreizehn" oder "Elektro-Hexe" haben mich begleitet, auch wenn sie definitiv grenzwertig sind. Gerade weil es eben so grenzwertig war, faszinierte es mich. Gleichzeitig habe ich die Band nie als ernsthaft „böse“ wahrgenommen, eher als überzogen-ironisches Edgelord-Kabarett in Schwarz. Und ja, man konnte mit so einer Band in gutbürgerlichen Haushalten definitiv für aufgerissene Augen sorgen.

Live hat mich Eisregen leider enttäuscht, da fehlte das gewisse Etwas. Heute sehe ich sie eher als Symbol für eine finstere Zeit, deren Schatten ich kenne, aber nicht mehr betrete. Und obwohl ich sie kaum noch höre, gehören ein paar Songs einfach zu meinem Soundtrack jener Jahre.

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Projekt: Top 250 – The Darkness

Schrill, schillernd und komplett aus der Zeit gefallen – so wirken The Darkness mit ihren GlamRock-Hymnen über Liebe und Leben.

Ich erinnere mich an einen Abend in meinem erweiterten Subkultur-Kreis – ein wilder Haufen aus Goths, Punks, Emos und anderen schrägen Vögeln. Es war schon halb drei morgens, das große Aufbrechen lief – Umarmungen, letzte Worte – als plötzlich "Love Is Only A Feeling" aus der Anlage dröhnte. Und alles hielt inne. Feinbild sah mich kurz an und drehte den Regler auf.

Egal wie fertig wir waren: Bierflaschen wurden noch einmal gehoben, Arme ausgebreitet, die vermeintlichen Sänger versuchten verzweifelt die hohen Töne zu treffen, andere warfen sich lachend auf den Rasen und spielten Luftgitarre. Müde Mädels sprangen auf die Gartenmöbel und tanzten, als wäre es wieder Mitternacht. Für diesen kurzen Moment war die Party nochmal auf ihrem Höhepunkt – ein kleines, unvergessliches Stück Glück.

The Darkness verschwanden irgendwann aus meinem Blickfeld, aber vor ein paar Jahren habe ich sie wiederentdeckt – und festgestellt: Vor allem ihr Frühwerk ist voller zeitlos guter Songs. Es fällt wirklich schwer, nur zwei Favoriten auszuwählen.

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Projekt: Top 250 – Project Pitchfork

Project Pitchfork – ganz früher fand ich sie eher seltsam. Als ich sie das erste Mal als Kind in den Charts hörte, klang es einfach anders als das übliche Radiogedudel. Gerade das machte sie aber interessant. Später in meiner dunkleren Phase kam ich dann richtig bei ihnen an. Spätestens mit dem Song Rain war ich verloren – wie ein Soundtrack zum Traurigsein, den man sich wie ein Nagelbett aus verrosteten Nadeln überstreifen konnte. Genau das, was meine geschundene Seele damals brauchte.

Heute höre ich sie zwar nicht mehr so oft, aber Project Pitchfork bleibt für mich eine großartige Band. Ich habe sie sogar mal bei einer Live-Übertragung mitgenommen – und der Sound hatte live genau die gleiche beklemmende, dunkle Energie, die sie auf Platte schon so besonders macht.

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Projekt: Top 250 – Ari Mason

Ari Mason ist eine US-amerikanische Sängerin, Songwriterin und Produzentin, die sich musikalisch zwischen Darkwave, Synthpop und elektronischer Avantgarde bewegt. Ihre Musik ist oft melancholisch, sphärisch und von einer fast traumartigen Stimmung getragen.

Bekannt wurde sie unter anderem durch ihre Zusammenarbeit mit Künstlern wie Kristin Kontrol oder Com Truise sowie durch eigene, viel beachtete Veröffentlichungen wie Creatures oder Dim the Lights.

Ihr Stil erinnert an eine moderne Mischung aus 80er Jahre New Wave-Ästhetik und zeitgenössischer elektronischer Popmusik – minimalistisch instrumentiert, dafür umso emotionaler in der Wirkung.

Ari Mason etabliert sich als eine feste Größe in der Nische zwischen dunkler Elektronik und introspektiver Popkultur – eine Künstlerin, deren Songs oft mehr Atmosphäre als klassische Strukturen bieten.

2023 hatte ich eine längere Phase in der ich sie rauf und runter gehört habe, ich kann euch leider nicht viel persönliches zu ihrer Musik sagen, außer, dass sie in der richtigen Stimmung genau den Punkt trifft.

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Projekt: Top 250 – Marilyn Manson

Kaum eine Band war in meiner Jugend so kontrovers – und gleichzeitig so faszinierend. Manson war für meine damalige Band und mich der ultimative Ausdruck von Provokation, Dunkelheit und ästhetischem Kontrollverlust. In einer Zeit, in der ich mich von allem abgrenzen wollte, war er Ikone und Sprachrohr zugleich.

Alben wie Holy Wood (In the Shadow of the Valley of Death), Mechanical Animals oder The Golden Age of Grotesque liefen bei mir rauf und runter – düster, schrill, theatralisch und voller Wut. „The Beautiful People“ ist heute noch eines meiner absoluten Lieblingslieder. „Sweet Dreams“ - vielleicht eine der besten Coverversionen aller Zeiten! Als hätte man das Original in einen echten Albtraum gestürzt. „Fight Song“ war lange Zeit mein persönlicher Derby-Warm-up-Song. Dazu Songs wie: „Disposable Teens“, „The Dope Show“, „(s)AINT“, „mOBSCENE“ – alles Klanggewordene Rebellion. Ich weiß nicht, wie oft wir mit A Glorious Mess diese Songs als Soundtrack unserer schwarzen Lebensphasen gewählt haben. Heute höre ich sie zumindest eher seltener, aber immer noch mit großer Wirkung.

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