9/12/2024

Projekt: Top 250 – Corvus Corax

Corvus Corax – die Könige der Spielleute, zumindest wenn man nach der Inszenierung geht. Ich hab sie damals auf dem Wacken gesehen, und das war das Ding mit dem Orchester. Bombast, Rauch, Fackeln, ein bisschen Wagner für Mittelalter-Fans. Klang erstmal nach 'ner wilden Mischung. War’s auch – zumindest optisch. Musikalisch… na ja.

So richtig gepackt hat’s mich ehrlich gesagt nie. Ich fand das zwar spannend, wie die da mit ihren Sackpfeifen auf die Bühne marschieren, aber nach dem dritten Lied hatte ich das Gefühl, die spielen das erste nochmal. Und dann nochmal. Und dann in Moll. Und dann mit mehr Trommeln. Und mir fehlte einfach was – nämlich die elektrische Gitarre. Ohne Riffs kein Feuer bei mir.

Wenn ich ganz ehrlich bin, kann ich kein Album benennen, das mich wirklich nachhaltig begeistert hätte. Wahrscheinlich ist Corvus Corax hier in der Liste, weil ich mir irgendwann mal die ganze Diskografie durchgehört habe.

Für alle, die mal reinhören möchten, gibt es hier, wie immer den Spotify-Link zur Band und für mehr Infos den last.fm-Link zur Band.

Dazu die wöchentlich um 20 Titel wachsende Playlist mit je 2 Titeln pro Top 250 Künstler:

Projekt: Top 250 – The Anix

The Anix? Als ich den Namen auf meiner Liste gesehen hab, dachte ich erstmal: Wer zur Hölle ist das? Und dann kam langsam die Erinnerung zurück… düstere Elektrobeats, flirrende Synths, alles irgendwie melancholisch, digital, kalt – und doch irgendwie angenehm. Ich glaube, das war 2019. in einer kleinen Depri-Phase. Ein Klangteppich für einen Tag, manche Diskografien sind eben einfach voller als andere. Tut mir fast leid, dass ich keinerlei wirklichen Bezug zur Band habe.

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Projekt: Top 250 – Twilight Force

Twilight Force sind nicht einfach nur Power Metal – sie sind das musikalische Äquivalent zu einer Drachenarmee, die im Sonnenuntergang über ein 8-Bit-Königreich fliegt, während am Horizont Regenbögen explodieren. Es riecht hier nicht ein bisschen nach Drachen – es ist ein ausgewachsener Fantasy-Angriff mit allem Drum und Dran. Und ich liebe es.

Mein heiliger Gral: „Heroes of Mighty Magic“. Allein schon der Titel! Wie kann man das nicht feiern? Als Fan der Heroes of Might and Magic- und Might and Magic-Spiele hat mich das natürlich sofort abgeholt. Ich war direkt wieder irgendwo in Erathia unterwegs, mit Bogenschützen, Zauberern und viel zu vielen Greifen.

Songtechnisch? Ganz klar „Flight of the Sapphire Dragon“ – das ist reines Eskapismus-Kino für die Ohren. Und „Riders of the Dawn“ – da reitet man gedanklich direkt in die goldene Morgensonne, Rüstung glänzt, Schwert gezogen. Einfach großartig.

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Projekt: Top 250 – Ost+Front

Ost+Front hab ich damals unter dem Label „Rammstein-Klon“ entdeckt – und mal ehrlich, das war auch nicht ganz unberechtigt. Harte Riffs, martialische Ästhetik, deutsche Texte mit Schockfaktor – das hat schon verdammt stark nach Till & Co. gerochen. Aber genau das war’s, was ich gesucht hab. Ich war auf der Jagd nach härterem Stoff, nach mehr NDH, nach mehr Dampfwalze.

Anfangs wirkte das Ganze aber immer etwas zu bemüht provokant – als wolle man um jeden Preis anecken. Das war mir oft zu plakativ. Doch spätestens mit dem Album „Adrenalin“ hatte ich das Gefühl: Jetzt sind sie angekommen. Weniger Maske, mehr Musik. Und was für welche! Düster, treibend, tanzbar und einfach gut produziert, eingängig und melodischer.

„Schwarzer Helmut“  und „Bitte schlag mich“ sind für mich neben "Adrenalin" wirklich gutes Zeug von der Band.

Live will ich sie ehrlich gesagt gar nicht mehr sehen. Ich bin raus aus der Phase, in der man mit anderen Blechschädlern in der Wall of Death steht und zu Texten abfeiert, bei denen man nicht weiß, ob man lachen oder den Kopf schütteln soll.

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Projekt: Top 250 - Battle Beast

Battle Beast, 2008 in Helsinki gegründet, hat mich mit ihrer energiegeladenen Mischung aus Power Metal und eingängigen Melodien sofort in ihren Bann gezogen. Besonders beeindruckend ist die charismatische Sängerin Noora Louhimo, die seit 2012 die Bühne mit ihrer kraftvollen Stimme belebt. Ihre Ausstrahlung und die Leidenschaft der Band bei Live-Auftritten haben meine Verbindung zu ihrer Musik nur verstärkt.

Unter ihren zahlreichen Hits stechen "King for a Day" und "Black Ninja" hervor. "King for a Day" besticht durch einen treibenden Rhythmus und kraftvolle Instrumentierung, die Themen wie Ermächtigung und Selbstbehauptung behandeln. "Black Ninja" hingegen präsentiert eine dunklere, aggressivere Seite der Band mit intensiven Gitarrenriffs und einem explosiven Refrain. Beide Lieder zeigen die Vielseitigkeit und das musikalische Können von Battle Beast.

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Projekt: Top 250 - Accept

Accept ist eine dieser Bands, die ich erst sehr spät in meiner musikalischen Gewahrwerdung kennen lernte. Zwar kam der Name immer mal wieder auf, irgendwie dauerte es aber sehr lange bis sie wirklich Ohrenfutter wurden und damit auch hier platzieren konnten. Auch eine dieser Bands von denen ich viele Lieder mag, ja ganze Alben höre, jedoch kaum etwas davon benennen kann, weil immer nur im Hintergrund und auf Festivalstreams wird zwar oft der Titel eingeblendet, a-Bär außer "Balls to the wall" bleibt da nicht wirklich was hängen bei mir und den find ich gar nicht so geil.

Letztens sah ich erst in 'nem Film jemanden der Koolaid sagte zu irgendeinem Getränk, das er darreichte, den Songtitel kann ich mir merken und wenn ich im Hirn grabe kommen sicherlich noch welche dazu. Die markante Stimme von Udo Dirkschneider begleitete die Band lange Jahre und ist so prägend, dass ich Accept auch immer mit ihm verbinde, obwohl ich die ja erst "kürzlich" kennengelernt habe, bin ich ja der Typ, der dann ne Discografie von Frühwerk nach heute hört um akustisch mitzuerleben wie sich der Stil oder die Stimmung, wie sich die Band, die Musik verändert. Und ich muss sagen, ich glaube Accept macht eine stetige Verbesserung durch... 

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Kreuzfahrt mit Mondschein

Da liegen wir gemeinsam in der Koje und sie fragt mich, ob ich noch über den Tod nachdenke, und ich führe es länger aus, eine ganz merkwürdige Stimmung.



9/10/2024

Kaos, Die Ringe der Macht, Psych

Ja Leute, ich bin endlich fit genug, dass ich mich wenigstens vor den Fernseher schleppe und dank des Schlafmangels schafft man da auch richtig was.

Ich möchte nicht über die mich beruhigenden Star Trek Serien quatschen, die ich nebenbei rewatche, wenn ich für's schlafen bereit bin und den Fernseher in den Sleep-Timer schicke.

Aber ich habe Psych nochmal von vorne angefangen, weil ich mir eine chillig fröhliche Serie ansehen wollte und auch wenn nach drei Folgen ein sich wiederholendes Schema langsam anfängt mich zu nerven ist es doch irgendwie genau das, was ich gerade brauche, keine ultraschnellen Schnitte und Figuren, die ich kennenlernen darf in einem Tempo, wie es in den frühen 2000ern noch en vogue war. Leichte Kost, nett gemacht...

Die Ringe der Macht, Kollege Yves würde es Slow-Burn nennen, aber auch das ist gerade genau mein Ding, seine restliche Meinung, kann ich nicht so ganz teilen, aber damit sind wir beide wohl fein, denn ich mag das. Es ist eine parallele Welt, zu der aus der ein drittes Zeitalter entsteht, das uns Peter Jackson gezeigt hat, allerdings mit Annäherungen und Anekdoten. Hier haben wir eine Figurenentwicklung, die wohl nur die Ents als zügig empfinden würden, denn sie bewegt sich zwischen Stillstand und Schneckenrennen, trotzdem verzaubert mich das, was ich bis jetzt gesehen habe. Vielleicht finde ich auch den Grund dafür noch heraus. Kritisieren könnte man wohl noch die Länge der Folgen, früher gab es mal die TV-Restriktionen von 42 Minuten, soweit ich mich erinnere, damit man 18 Minuten Werbung schalten konnte. Lasst mich lügen, einiger Produktionsfirmen gerade im Pay-TV gingen dann dazu über die Folgen so lang zu machen, wie sie brauchen und heute schwankt es zwischen Disney-"Billigproduktionen" mit 35 Minuten im Mittel (Andor ist die Ausnahme glaub ich) und eben Kaugummilängen von bis zu 75 Minuten, wo man nur 50 benötigt hätte...

Kaos geht in die entgegengesetzte Richtung und erzählt uns Jeff Goldblum als Zeus in einer hektischen, knallbunten und von Oberflächlichkeiten geprägten Dialogkaskade, ja was eigentlich, ich gesteh, mir war das so stressig, dass ich mitten in der zweiten Folge abgeschaltet habe. Ich fürchte eine ähnliche Reizüberflutung erwartet mich in Terminator Zero, in den ich auch die Tage mal reingucken möchte...

Die KI-Stimme ausreden lassen...

Leute, mir ist gerade aufgefallen, dass ich so neurotisch bin, dass ich die KI-Vorleserstimme nicht unterbrechen kann, erst wenn sie einen Satz beendet hat, kann ich auf Pause drücken oder den Text abbrechen. Klar ist das auch Höflichkeit, allerdings würde es mir in diesem Fall ja niemand übelnehmen, es sei denn die KI führt Listen, wer wie oft ein Vorlesen abgebrochen hat und das wird dann per Algorithmus irgendwann, wenn die Maschinen an der Macht sind mit Peitschenhieben vergolten oder so. Ne, im Ernst, macht ihr sowas auch? Ich habe manchmal das Gefühl ich bin zu jeglicher Lebensform, digital, analog, menschlich, reptiloid  oder insektoid gleich respektvoll und wenn die Biene was zu erzählen hat, dann warte ich, bis sie ne Pause macht. Ist da die Grenze zum Gestörten schon überschritten?

Foxy und das kleine Wildschwein

Ich weiß nicht, wie es passierte. Ich war wieder ein kleiner Grizzly, der über einen Fussballplatz trottete. Da werde ich von der Seite von der kleinen Wildschweinin angegriffen, die mal so etwas wie meine Cousine war, ich solle mich von diesem ihren Rasen verziehen und meine arrogante Fuchsfreundin, die mal ihre beste Freundin war, solle ich gleich mitnehmen. Ich begann zu weinen, doch da kam Foxy und fauchte die Wildschweinin an, dass man so nicht miteinander umgeht und schon gar nicht mit dem Nächsten. Die Wildschweinin riss das Maul auf und ging auf Foxy los. Ich hob meine Pranke und spürte den Schmerz, den man wohl spürt, wenn einem ein Arm abgerissen wird. Foxy lief fort, ich griff meinen Arm und schlug damit auf die Wildschweinin ein, bis es ruhig war, dann sackte ich zusammen und starb.

Nach dem Aufwachen und der Verwirrung dachte ich mir allerdings, dass es ein fairer Tausch war, Foxy durfte leben.