4/13/2024

Das bin ich nicht

Hey Leute, ich hatte ja vor auch noch andere Plattformen zu bespielen, unter anderem auch TikTok und Instagram, irgendwie bin das nur nicht ich, das ist nicht meine Art mich auszudrücken, ich bin ein Mann des Wortes und so sehr ich die Idee auch toll finde, ist es mir zu aufwendig, stets im rechten Licht da zu stehen, irgendeinen Mist zu posten, hatte mich bei Insta eh auf Sonnenaufgänge, die ich einfach unfassbar liebe und ein paar klassische Food-Pics reduziert und bin da auch nur, damit ich den Kontakt zu einer alten Freundin halten kann, die dort eine sehr wichtige Self-Care Präsenz hat und Tattoos und Hula-Hup Skills präsentiert, während sie über ihre Krankheit aufklärt. Viele Leute nutzen Insta bestimmt auf eine vielfältige Art und können sich besser inszenieren als Ich, das gleiche gilt für TikTok, die Idee Kurzvideos aufzunehmen, in denen man tanzt oder lip-synced oder Kochrezepte für die ADHS-Generation rausballert, das ist auch nicht meins. Predigen kann man in solcher Kurzform genauso wenig wie das Allermeiste, mit dem ich mich hier befasse und wenn ich wirklich mal nen Short raushauen will, weil es sich richtig anfühlt, dann mach ich das bei YouTube. In diesem Sinne wollte ich euch nur darüber informieren, dass ich beide genannten Kanäle erst einmal nichtmehr bespiele und damit auch ab sofort aus der Linkliste unten auf der Seite nehme.

Ich hoffe, dass es in eurem Sinne ist, dass ich mir treu bleibe und damit meine Kernkompetenz weiter hier ausübe und nicht versuche mit irgendeinem Strom zu schwimmen, den ich eh nicht richtig verstehe, im Ernst, die Insta-App lässt mich unglaublich alt aussehen.

Zur Weiterleitung... Thema WOT (Nachtrag)

Noch als kurzer Nachtrag: 

Das Wort "Kurznachrichtenlänge" hat 20 Buchstaben und ist damit fast doppelt so lang wie das durchschnittliche deutsche Wort (10,6) laut Duden, ist aber die präziseste Form auszudrücken, was ich meine, und braucht vermutlich bei WhatsApp 2 Zeilen. Je präziser also der Text, desto länger wird er auch sein. Und ich frage mich an dieser Stelle immer wieder, ob wir zwischenmenschlich ehrlich miteinander sein wollen, oder bloß Output geben und uns anbiedern, damit es möglichst schnell zu Paarung und dann wieder Trennung kommt. Ich erinnere mich an Jugendjahre, in denen ich stundenlange Telefonate geführt habe mit Freunden, Geliebten, ja auch Familie... und das will ich niemals missen. Gleichzeitig komme ich aus der Generation, die mit Instant Messengern hantiert hat. So war ich oft tagelang mit meinen liebsten in Kontakt, habe Nachrichten ausgetauscht oder deep in Wortform besprochen, ohne viel zu sprechen. Und da haben wir wohl auch ein Problem mittlerweile.

Ich weiß, ich habe auch schon die Sprachnachrichten verteufelt, tue ich noch, weil mir da die Interaktion fehlt und ich mich redend noch weniger kurz fassen kann, weil da der Gedankenfluss stets auf Abwege gerät, ich bin eine Quasselstrippe. Allerdings hat es den Vorteil, dass man neben der eigentlichen Botschaft immerhin durch Stimmlage und Lautstärke, generell dem Klang dessen, was einen erreicht noch eine weitere Ebene dessen hat, was mitzuteilen ist. Ich habe vor kurzem eine 1-Sekunden Sprachnachricht versendet, ein einfaches "Gut-Nacht!" aus dem Nichts sozusagen. Und es hat für mich den ganzen Tag beinhaltet, ohne groß darüber zu reden. Das geht, dazu muss man sich aber so gut kennen, dass es im Grunde keine Worte braucht. Doch um da hinzugelangen sind meiner Meinung nach Tage, Wochen, Monate der intensiven Kommunikation notwendig. Ich bin ehrlich, die Kennenlernphase ist stets die interessanteste Phase bei Menschen, vielleicht kommt bald mal ein intensiver Post um die Frage, wie eigentlich aus Bekannten Freunde werden können.

Ich schreibe, versuche so genau und unmissverständlich wie möglich zu sein, es sei denn ich bin absichtlich missverständlich, das ist dann eben die Eigenleistung des Lesers. Ich erwarte halt oft zu viel von meinem Gegenüber, gerade im Wortgefecht, denn dort kann ein falsches Komma schon Menschenleben kosten und ein falsch betontes "Ich liebe dich" eine Beziehungskrise auslösen. Ich glaube es geht auch um Ehrlichkeit. Man kann den ganzen Tag Kurznachrichten tauschen und sich nichts sagen, oder ein Wort, dass alles beinhaltet, was es braucht. Bei mir ist dieses Wort seit Langem, "LIEBE", und doch traue ich mich viel zu selten, es zu schicken. Und so enden wir mit einem dieser Texte, die man einfach nur gernhaben muss, auch wenn es genau dieser schnelle zum Teil oberflächliche Stil ist, den ich kritisiere. Ich bin übrigens Zwilling.

"Ich würd' dich gerne Küssen, anstatt dich grad zu vermissen.
Sommer, Sonne, Kaktus, aber mir geht es beschissen."
( Zacharias Jarsumbeck, Gustav Friedlaender, Moritz Caspar Dauner)

Zur Weiterleitung... Thema WOT

"Übrigens, wenn vier Sätze für dich ne "wall of text" sind, solltest du mal in Kontakt mit dem Medium "Buch" treten. Deine Wahrnehmung ist durch das Internet augenscheinlich vollkommen verzerrt." (Nick Valentine)

Leute, hätte ich den Satz vor nem Jahr parat gehabt, dann hätte ich das gerade frisch gesprießte Grün auch in die Biotonne schmeißen können, obwohl er natürlich unglaublich viel Wahrheit beinhaltet und mich wirklich zum Nachdenken bringt, jetzt wo er gegen mich ausgesprochen wurde. Ich bin dafür sehr dankbar, denn es ist wirklich was Wahres dran. Auf dem Handy und in unserer sogenannten Social-Media-Bubble fassen wir uns meist so unglaublich kurz, dass Missverständnissen und Potential für Streit Tür und Tor geöffnet werden. Ich habe hier im Blog ja auch die leicht scherzhafte Bezeichnung der Wall of Text eingeführt, basierend auf den Erlebnissen von letztem Jahr. Ich denke, alles was die Zwei-Minuten Lesegrenze überschreitet ist etwas, mit dem man sich dann doch etwas intensiver beschäftigt und für manche Menschen ist das eben genau die Grenze der Überforderung oder Oberflächlichkeit, die sie nicht verlassen wollen. Ein Werbeblock im linearen Fernsehen hat derzeit eine ungefähre Länge von 9 Minuten, in der Zeit kann man knapp 60 TikTok Videos gucken, unfassbar viel Geld im Casino ausgeben oder 3 bist 4 meiner Posts lesen, die ich mit Wall of Text getaggt habe.

Was ich eigentlich sagen möchte ist, die Wall of Text ist eine erschlagende Menge an Wörtern, die jeder verschieden einschätzt. Meine Wahrnehmung ist jene, die auch Nick Valentine hat. Ich lese und schreibe täglich so viel, dass ich das Medium Buch sehr wohl kennen als auch lieben gelernt habe, jedoch, das muss ich mir eingestehen nahezu jegliche Recherchearbeit mittlerweile online betreibe und daher vielleicht auch einen gewissen Bezug dazu verloren habe, was viel oder wenig Text ist. Allerdings spielt es für mich auch keine Rolle, da ich keine Angst vor Worten habe und obwohl ich weiß, dass es länger dauert einen längeren Text zu lesen und womöglich zu beantworten, mich nicht davor scheue. Und selbst wenn Whattsapp und andere Messenger nicht für Langtext geeignet sein mögen, ist es auch dort möglich sich auf Deep-Talks einzulassen, man muss sich halt vorher klar sein, wie deep man einsteigen will und möglicherweise Safe-Words einbauen, wenn es die eine oder andere Seite überfordert.

Mir tut es etwas leid, dass viele Menschen scheinbar nicht mehr in der Lage sind in Langform zu kommunizieren, da die Aufnahmefähigkeit dafür einfach nicht mehr zu reichen scheint. Hört euch mal die Top 100 der deutschen Charts durch, da seit ihr in ca. dreieinhalb Stunden durch, als ich die noch regelmäßig gehört habe waren das noch satte sechs Stunden. Und es gab noch Strophen, Refrain und irgendeine Bridge, heute höre ich eine halbe Minute Text und dann wird geloopt bis man bei der magischen Zwei-Minuten Grenze ankommt. Auch das zeigt, wie wenig Zeit wir uns nehmen Text wahrzunehmen oder aufzunehmen. Als großer Metal-Fan bin ich es gewohnt mir Kurzgeschichten in 6-10 Minuten anzuhören untermalt mit Gitarre, ist das dann das Äquivalent zur Wall of Text in der Musik?

Ich meine ganz im Ernst wir leben in einer Welt, in der so ziemlich ALLES schneller geworden ist, das ganze Leben. Ich verstehe, dass man sich überfordert fühlt und dann nicht auch noch auf dem Handy (wobei das ja selbst schon unsere größte Selbstüberforderung darstellt) mit viel Text belästigt wird. Und ja, die Wahrnehmung ist durch dauerhaften Internetkonsum völlig verzerrt. "Wir haben die Geschwindigkeit erfunden, aber innerlich sind wir stehen geblieben..." Ihr habt es bestimmt schon mal irgendwo gehört, denn es wird in letzter Zeit so oft gesamplet, dass ich nicht mehr weiß, woher es im Original kommt, ich beziehe mich jetzt mal auf die Akros Version und es ist einfach unser ganzes Problem. Mal ganz ab von Text und Musik sind wir im Vergleich zu dem was uns umgibt immer langsamer geworden im Verarbeiten, aber immer schneller im Machen und das impliziert ja, dass wir faktisch gar nicht mehr verstehen, was wir machen und das ist das gesamte Problem, runtergebrochen auf Kurznachrichtlänge.

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4/11/2024

Ein Tag mit dir

Liebe Foxy,

mein Leben ist abwechslungsreich und spannend, die meiste Zeit bin ich zufrieden und man könnte sagen in einem Zustand von innerer Ausgeglichenheit und eigentlich auch von gewisser Gesundheit beseelt. Und dann gibt es diese Tage, da bin ich traurig, weil irgendetwas fehlt, der Glanz, das Strahlen, ja vielleicht die Liebe, die ich tagtäglich fühle, die Dankbarkeit, die Demut. An manchen Tagen will sich das einfach nicht einstellen und ich gehe in den Wald und suche deine Nähe, dein Geleit sozusagen. Und wenn ich dich dann zwischen den Bäumen umherstreifen sehe, wie du beinahe glücklich wirkst, wenn du kurz aufsiehst und meinen Schatten siehst, dann ist der Tag gerettet.

Schon früher, als wir noch näher waren, hast du mit einem Blick meinen ganzen Tag gerettet und ich war zu überheblich und dumm zu erkennen, dass alles endlich ist. War ich dumm, oder hatte ich bloß Vertrauen in meinen Glauben, der mir eine Ewigkeit verspricht, die es im Diesseits nicht geben kann, für keinen Fuchs, für keinen Grizzly, für keinen Seelöwen und schon gar nicht, das war schon vor Millionen Jahren klar für Dinosaurier. Und dennoch machst Du meinen Tag besonders. Ein Tag mit dir lässt mich 1000 schlechte Tage vergessen. Heute ist einer dieser Tage, ich weiß du bist nicht wirklich da, aber überall fällst du mir entgegen, in Liedern, in Gedanken, in Zeichen, die keiner außer mir sieht und hey, das muss ich dir schicken; in einem verdammten Gegenstand in Diablo III, wo ich mittlerweile die Dialoge mitsprechen kann, so oft habe ich das jetzt durchgerannt und es macht immer noch Spaß.

Und mein Herz klopft, ich denk an dich, wünsch mir mit Allem, was ich habe, dass es dir gut geht und schicke dir Liebe, doch du schweigst auf diese deine ganz besondere Weise, wie nur du das kannst. Ich meine theoretisch macht das ja Sinn, ein Fuchs redet nicht viel, aber wenn wir danach gehen, dürfte ich auch nicht schreiben können, is wohl eine andere Baustelle. Ich weiß nicht, ob du das kennst, wenn man unbedingt helfen will, weil man weiß, dass man gerade gut wäre für jemanden, derjenige das aber partout nicht will, weil er irgendwelche Bullshit-Gründe in seinem Mindset hat, die ihn hindern sich einzugestehen, dass es ja möglich wäre, dass genau das der Schlüssel ist. Ich habe früher ganz oft Hilfe ausgeschlagen, aus Stolz, Überheblichkeit und Angst, dass derjenige mich danach nicht mehr so sieht wie bisher. Ich kann dir sagen, die eigene Zerbrechlichkeit hinter Scham zu verbergen ist etwas, das wenn man es ablegt echtes Vertrauen beweist. Und wem willst du vertrauen, wenn nicht einem Grizzly, der ein Leben lang nur dir gehört. Es ist kein Ausnutzen, es ist Nutzen in beidseitigem Interesse, wenn du die Emotionen raushaben willst, denn auch wenn du das albern oder naiv findest, geht's dir gut, fühl ich mich besser und ich würde sogar die guten Tage an dich abtreten, wenn es dir dadurch besser geht. Das war für mich immer der Deal.

Und wenn du das Gasthaus nicht wieder aufbauen willst, weil es einen Winter zu lange leer gestanden hat, dann bitte reißen wir es ab, nur schweig nicht, denn Schweigen ist die feigste Weise "fuck you" zu sagen. In diesem Sinne... Liebe geht raus!

4/10/2024

WOW - Jana Bundfuss

Viele stoßen sich daran, dass ich ehemalige Pornostars in meiner Liste der Women of the World aufnehme, aber wenn sie doch alle Anforderungen erfüllen sind sie doch genau wie jede andere Frau, die was mit Medien oder Sex macht, oder?
Jana Bundfuss habe ich zu einer Zeit kennengelernt, da gab es im Fernsehen noch diesen ganz bekannten Quizsender, wo der RedButton und ein ominöser Ratefuchs eine wichtige Rolle gespielt haben und hier gab es eine Latenightshow, die billiger hätte nicht sein können, wo eine sich im Lauf der Sendung kleidungsallergische Moderatorin regelmäßig entblätterte, es war nicht Bettina (aber so wie in dem Song halt). In dieser Sendung gab es öfter Gäste, meist aus der Pornobranche, die dann eingebunden wurden und allerlei Späßchen mitmachten. Freitagabends war ich meist immer am Einsamsten und irgendwann kam dann halt sie und ich war hin und weg und jetzt kommt es von der angezogenen Version, ihr Gesicht und ihre Stimme, das war für mich der Sex, den sie mitbrachte. Naja und dann sucht man halt auch mal ein wenig rum, allerdings habe ich da auch nur sehr fragwürdiges Zeug gefunden und ich behalte sie lieber so in Erinnerung, wie bei diesem ersten Eindruck.

Bei der Recherche zu ihr habe ich oft von Milf gelesen und musste mit dem Kopf schütteln, denn jemand der am 10. April 1979 geboren ist, ist für mich noch keine Milf, obwohl man hier jetzt vom Standpunkt eines Millenials durchaus streiten könnte, ob wir da nicht schon in den Bereich Cougar abrutschen, aber das wäre für mich gar kein Thema, über das ich mit ihr quatschen wollen würde. Ich würde vermutlich eher über alles das reden, was sie außerhalb der Filmchen gemacht hat, Und vielleicht hätte sie ja sogar eine Erklärung, warum mich Mädels im Umfeld des Gesundheitssystems immer extra anturnen.

Es war unfassbar schwer ein Bild von ihr zu finden, auf dem sie genug anhat, dass ich es hier verlinken kann, das euch zeigt, was ich bei ihrem ersten Auftauchen auf meinem Fernseher damals in Dortmund dachte. Es ist halt schon etwas älter und auch nicht von der besten Qualität, aber es kommt dem am Allernächsten. In diesem Sinne...

4/09/2024

Die Antwort ist fast immer...

die Gleiche! Im Grunde gibt es gar nichts Geheimnisvolles daran, es gibt keine unglaublich lange seitenfüllende Erklärung. Es gibt nichts Magisches, kein unsichtbares Band, keine Vorsehung, kein Schicksal, da ist nur LIEBE.

Nicht, weil wir Menschen sind, es ist nicht kompliziert, es ist nicht schwer, es ist nichts Schlechtes daran. In den letzten 20 Jahren oder noch länger wurde Alles, was ich mal war fortgewaschen, erneuert oder in irgendeiner Weise auf den Kopf gestellt. Geblieben ist ein Gefühl, nur ein Einziges: LIEBE.

Und es ist auch nichts besonderes daran, dass du mir ein gutes Gefühl bringst, wenn ich deine Stimme höre, deine Worte lese, deine Augen seh, am Sternenhimmel deinem Licht gewahr werde, an dich denke, wenn ich den Mond sehe, das Alles ist LIEBE.


Die Antwort ist fast immer: Weil ich dich liebe!!!

Wenigstens die Betrüger lieben mich...

"Hallo, ich hoffe, es geht dir gut. Ich wollte nur meine Dankbarkeit für deine Freundlichkeit ausdrücken und dich wissen lassen, dass ich die Gelegenheit, mit dir befreundet zu sein, sehr schätzen würde. Ich verstehe, wenn ich vielleicht nicht selbstbewusst genug rüberkomme, aber bitte sei dir bewusst, dass mir deine Freundschaft sehr viel bedeutet. Wenn du dich wohl fühlst, wäre es mir eine Ehre, wenn du mir eine Freundschaftsanfrage über Messenger schicken könntest. Ich verspreche, geduldig auf deine Antwort zu warten und hoffe wirklich, dass wir uns verbinden können. Ich wünsche dir einen wundervollen Tag voller Freude und Glück. ❤️❤️"

Ich meine ganz ehrlich, wenn mir jemand einen Brief schreibt und da steht so ein Text drin, okay vielleicht unbeholfen und mit Google übersetzt aber okay. Vermutlich würde ich reagieren, doch hier bin ich baff über so viel Tolldreistigkeit. Ich meine ganz ehrlich, schick mir ne Freundschaftsanfrage, ich guck mir dein Profil an und sehe zwei Bilder und 6 Freunde und weiß, wo der Hase herläuft, so mach ich das Gleiche und da ich ja weiß, in welcher Gruppe das gepostet wurde und es ja nicht das erste Mal ist, dass Menschen mir solche Phishing-Kommentare schicken, schaltet mein Hirn auch nicht aus, nur weil man mir Honig ums Maul schmiert. Also echt lieb gemeint, aber versucht es doch mal mit einer Freundschaftsanfrage mit einer Nachricht, die mir erklärt woher ihr mich kennt, warum ihr mit mir befreundet sein wollt (auch gerne Fanscheiße) und was ich davon habe, außer Dick/Pussy-Pics und irgendwelche Links für dubiose Seiten, auf denen ich mir was einfange. Und generell, mehr Ehrlichkeit im Netz, das würde ich mir wünschen, es gibt genug Betrug und Ekelhaftes im Netz, da möchte ich in meiner Bubble möglichst von den Guten und Rechtschaffenden umgeben sein, von denen es ja auch genug gibt. Ihr dürft mir übrigens auch jederzeit ne Mail schreiben oder ne Freundschaftsanfrage, ich werde mich melden und dann schauen wir mal, was wird.

Therianer

Habt keine Angst, sie sind bereits unter uns und bis auf ihre Identitätskrise sind sie meistens auch komplett "normal", wobei Normalität im Grunde gerade im Persönlichkeitsbereich einem Nihilismus davon gleich kommt. Also nicht so normal? Normalität ist Durchschnitt und die Schnittmenge von allem, was nicht genau in der Mitte anzuordnen ist. Normalität ist Mitte, Durchschnitt und zumindest Menschen, die anders sind, haben damit nichts am Hut. Therianer sind Menschen, die sich mit oder als Tier identifizieren, sie sind der Meinung im falschen Körper geboren zu sein, oder ihn sich mit einer tierischen Identität zu teilen. Ich benutze hier im Blog oft Tiere um Personen zu schützen, in dem ich ihnen tierische Charaktere aufdrücke oder eben sie als Synonyme für deren Namen benutze, das ist künstlerische Freiheit und wird seit Ewigkeiten in der Literatur und generell der Kunst so gemacht. Ich würde nie auf die Idee kommen, ich sei wirklich ein Grizzlybär oder ein Wombat, weil ich im falschen Körper geboren bin und eigentlich lieber ein Dingo wäre oder so. Diese Menschen scheinen aber, ähnlich wie Trans-Menschen ein inneres Ungleichgewicht und Unzufriedenheit mit dem zu haben, in das sie geboren wurden, hier geht es dann nicht um das Geschlecht sondern schon um die Spezies. Einerseits einer Steigerung des Indivdualtriebs, andererseits wirft es für mich die Frage auf, ob das nur ein Verkaufsargument von pfffigen Jungyoutubern ist, oder ob es tatsächlich möglich ist, dass man sich wie ein Tier fühlt.

Und wo führt das hin, gehen wir demnächst zum Schönheitschirurgen und passen unsere Gesichter an die des tierischen Gefühls an? Werden wir dann eine Gesellschaft haben, in denen wir umgeben sind von Zeichentrickfiguren aus Fleisch und Blut? Nehmen wir mal an, dass es diesen Trend wirklich gibt und das nicht nur eine Verirrung des Geistes ist und ein wirkliches Bedürfnis besteht, ein Tier zu sein, woher kann sowas kommen? Ich will das jetzt mal wirklich ernst nehmen und genau wie bei einem Geschlechtsunwohlsein muss das Gefühl einer falschen Spezies anzugehören für die Betroffenen unerträglich sein. Doch wie kann man sich dessen bewusst werden, wenn Tiere doch gar kein Bewusstsein haben? Wenn sich herausstellt, dass Therianer wirklich eine tierische Seele haben und tatsächlich im falschen Körper sind, was sagt das über jegliche Evolutionstheorie, erklärt es womöglich die fehlenden Teile in der Entwicklung, haben sich Spezies durch pure Geisteskraft in andere Spezies "verwandelt" im Laufe von Zehntausenden Jahren und sind zusammen mit Anpassung und Selektion zu dem geworden, was sie werden wollten? Haben Tiere ein Bewusstsein für sich selbst und die komplette Schöpfung um sie herum, genau wie wir Menschen? Und wie kann so eine falsche Identität entstehen? Handelt es sich um eine Krankheit oder einen nächsten Evolutionsschritt. Könnte das auch erklären, warum manche Menschen sich mit Tieren umgeben könenn und unter ihnen leben, als gehörten sie dazu. Man hört ja immer wieder von Menschen, die unter Wölfen aufgewachsen seien oder Katzenfrauen, die mit 20 oder mehr Katzen zusammenleben, wie in einem Rudel, die bekannte Gorillaforscherin Jane Goodall, die unter Gorillas gelebt hat.

Ich persönlich finde das Thema unfassbar interessant und würde unglaublich gern mit jemandem sprechen/schreiben, der der Meinung ist, dass seine tierische Identität seine menschliche überstrahlt. Die Beispiele, die derzeit durchs Netz geistern sind mir irgendwie Internetphänomene und schwer zu greifen, da es sich hier ja um Jugendliche handelt, die bekanntermaßen sehr viel Phantasie und Verwirrung in der Phase der Pubertät haben, daher würde ich darauf noch nicht allzu viel geben. Doch es scheint ja auch Erwachsene zu geben, die wirklich in sich ein Ungleichgewicht der Identität haben und mit so jemandem würde ich gerne mal auch in den philosophischen Dialog gehen und allein schon wissen, wie es sich anfühlt, wenn man sich nicht menschlich fühlt. Die Frage wäre für mich auch, ob das das Leben als solches erleichtert, weil man nicht mit der ständigen menschlichen Tragödie konfrontiert ist, aber eben auch ob man sich unter Menschen dann überhaupt wohlfühlt oder eher täglich Ängste ausstehen muss, die der Durchschnittsmensch gar nicht nachvollziehen kann. Also, Betroffene oder auch gerne Psychologen, Psychiater, sonst wer, der sich mit dem Thema ein wenig auskennt, schreibt mir 'ne Mail oder in die Kommentare, bin mega interessiert!



4/08/2024

Unter Null - Perspektivenwechsel

"Früher gab es keine Zahlen unter null" (Käpt'n Chaos)

Ja ne, ist klar, darum gabs früher auch keinen Frost, macht total Sinn... Und unter Wasser gab es auch nicht? Manchmal frage ich mich, was mir Menschen sagen wollen, wenn sie solche Dinge von sich geben, ob sie das wirklich meinen, was sie sagen oder es einfach nicht hinbekommen sich klar auszudrücken.

Aber das scheint ja ein Problem zu sein, dass ich nicht exklusiv habe, viele Menschen scheinen sich ja nicht mehr wirklich zu verstehen und die Kommunikation ist auch schwieriger geworden, seit wir uns nur noch in Kurzsprache und Textnachrichtenlänge miteinander "unterhalten", ohne auch nur ein Wort zu sagen. Am besten noch auf Handybildschirmgröße mit fragwürdiger (immer noch) Sprachkorrektur des jeweiligen Betriebssystems und auf einer Basis, die längst nicht mehr Augenhöhe ist, sondern, weit unter null. Das, was einst als positiv empfunden wurde, weil schnell und bequem ist längst zu etwas geworden, dass uns geißelt, weil wir uns unter Druck setzen lassen uns immer kürzer zu fassen und damit durch Komprimierung unglaublich viel der Kommunikation, die möglich wäre verlieren. Fragt mal eure Eltern, im besten Fall Großeltern, wie die sich unterhalten haben. Da hat man sich ins Auto gesetzt oder ist gerade rüber gegangen und hat den Abend zusammen verbracht zum Quatschen und da man das nicht jeden Tag getan hat, gab es auch immer was zu reden. Die heutige Inhaltsleere ist auch ein großes Dilemma, denn anstatt sich in den Zug oder ins Auto zu hocken, 3 Stunden zu einem geliebten Menschen zu fahren und dort mit ein paar Keksen aufzutauchen und der Rest ergibt sich, sind die einzigen Kekse jene, die der Anbieter eines Portals von euch sammelt und eine echte Konversation findet Nebenbei statt, während man, was immer macht. Wir müssen wieder anfangen uns mit Respekt zu behandeln und das Medium, das uns die Kommunikation ermöglicht als genau das erkennen, nur Mittel zum Zweck. Ich merke selbst, dass ich kaum noch wirklich in Kontakt mit Menschen bin, die nicht meiner Alltagsroutine unterliegen und es schmerzt mich wirklich, dass ich zum Teil lieber darauf verzichte jemanden anzuschreiben, weil ich weiß, dass für meine Art der Kommunikation keine Zeit mehr zu geben scheint, anstatt anzurufen. Das mit dem Hinfahren ist aufgrund meiner "Zipperlein" ja leider derzeit ein zu großes Risiko für meine Gesundheit. Man muss sich mal vorstellen, wie vielen Ebenen des gegenseitigen Verstehens man sich beraubt, wenn man Körpersprache, Blicke, Tonlage, Aussprache, Sprechgeschwindigkeit und Subtext ausblendet. Kommunikation hat mit Gefühl zu tun und das funktioniert nicht digital. Nullen und Einsen mögen unsere Realität bestimmen und in dieser Welt gibt es dann wohl auch keine negativen Zahlen, aber das ist nicht die Welt in der ich leben will. Ich brauche meine Meerestiefen und auch die Minusgrade, denn sie sind der Gegenpart zu den höchsten Bergen und der Hitze von entflammter Liebe.

Ich höre immer, dass wir auf unsere mobilen Endgeräte angewiesen sind, auf Autos, auf die ganze Technik, auf Strom, etc. - das sind wir nicht. Wir hatten hier im Ort vor kurzem drei Tage lang keine Laternen in der Nacht, ein Aufruhr und eine Hysterie machte sich bei einigen breit, ein Gejammere darüber, wie man es denn wagen könne noch nicht einmal eine Notfall-Hotline einzurichten. Und dann gehe ich nach draußen, atme tief ein und sehe zum Himmel und siehe da, die Sterne sind wieder da, es ist still, das Laub raschelt leise, im Hintergrund höre ich den Fluß, wie er fließt und es ist dunkel - Nacht halt. Früher war es nachts immer dunkel, Gott hat die Welt nicht mit Straßenlaternen erschaffen.

In diesem Sinne... Akzeptanz ist Liebe auch UNTER NULL!

4/07/2024

Fast wie damals am Rechner...

Anno 1800, 7 Stunden rumwuseln ohne Spaßverlust ❤

Als Vielspieler mit einem Hang zu eher komplexen Spielen konnte ich das Brettspiel Anno 1800 kürzlich günstig schießen und heute war es dann soweit, dass wir es auf den Tisch gebracht haben. Einführungsrunden von solchen Spielen dauern immer deutlich länger als das was auf der Packung steht, mit 7 Stunden hatte ich nicht ganz gerechnet, aber da war dann auch Regelerklärung und Mittagessen mit drin, also kann man wohl auf 6 Stunden runterkürzen bei 4 Personen, die es noch nie gespielt haben und eine Person mit Grübeltendenz und eine mit anderen Problemen sowie einen, der denkt, er könne alles berechnen und scheitert dann daran, dass man vor dem Schinken ein Schwein braucht...

Na ja, das Spiel an sich ist großartig und wenn man erst einmal das Prinzip durchdrungen hat, dann macht es auch Spaß, richtig Spaß, man wuselt so rum und baut seine Produktionsketten und es fühlt sich fast wieder an wie früher am Rechner, wo man teilweise auch verhältnismäßig wenig gemacht hat, für die Zeit, die man geopfert hat, aber es war okay. Die Zeit vergeht wie im Flug und ich freue mich jetzt schon darauf, es wieder zu spielen.

Danke an die Gruppe!