4/21/2022

Prophylaktischer Hass

Sätze, die mit "Menschen sind..." beginnen, weisen für mich in Richtung Untergang. Ich erwarte das Schlimmste und werde oft nicht enttäuscht. 
Wer sich an eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der menschlichen Spezies wagt, von außerhalb betrachtet, wird feststellen müssen, dass Hass ein guter Selbstschutz ist (so wie manche Mücken hassen).
Menschen sind gefährlich, bösartig und irrational. Es mag Ausnahmen geben, meine Liebsten auf der guten Seite, ja, aber ich kann nicht einmal von mir behaupten, dass es nicht einen menschlichen Anteil in mir gibt, den ich hasse, der antriebslose, zweifelnde, schwache Teil, der sich gehen lässt, der die Verantwortung für etwaiges Versagen Anderen zuschreibt oder der Glück für Erfolge Anderer verantwortlich macht, statt sich seinen Neid einzugestehen. Menschen sind Meister darin nicht Mensch zu sein, weil sie sich innerlich selbst so sehr hassen, dass es leicht ist diesen zu projizieren um dann Dämonen zu erfinden, die man verantwortlich machen kann.
Menschen sind von außen betrachtet die größte Ansammlung von verschwendetem Potential im Universum.
Sie zu hassen ist generell gesehen erst einmal ein Akt der Prophylaxe des eigenen Seins, ähnlich wie man mit Hass gegen ein Virus und einhergehendem Schutz erst einmal nix falsch machen kann.
Gruß geht raus an Stevie.

4/18/2022

Bunte Eier

Schon am Samstagmorgen war der Osterhase da und hat mir beim Eierfärben geholfen, dank einer tollen Idee der Schwester vom Pusteblümchen auch mal mehrfarbig. Tolle Nummer und wurde mit Begeisterung angenommen und für gut befunden. 


Euch Allen Frohe Ostern!

4/17/2022

Musik der letzten Jahre

Heutzutage leben wir alle irgendwo in unseren Bubbles, sei es in den Socials, wo diese uns mit Algorithmen nur mit dem zumüllen, was wir lieben oder hassen um Interaktion zu forcieren, sei es im privaten Umfeld, wo wir uns in den letzten Jahren sozial distanziert haben und ich das letzte Mal vor Monaten mit meinem besten Freund ne Runde um den Block gelaufen bin, musikalisch, wo ich merke, dass ich sehr weit weg vom Mainstream bin und nur durch Zufall mitbekomme, dass es ein neues "Red Hot Chilli Peppers"-Album gab, während ich die New-Releases von den kleinen Lieblingsmittelaltermetalbands meist wochenlang entgegenfiebern kann.


Im Ernst, jetzt zu Ostern, wo ich mich ganz gerne mal bei den Hamburger Radiofreunden rumtreibe merke ich erst, wie wenig Mainstream-Pop ich in den letzten Jahren mitbekommen habe, vieles höre ich bei den "TOP 833" das erste Mal, da sollte ich mal drüber nachdenken, ob ich mich selbst noch als Musikexperten bezeichnen kann oder ob ich demnächst auch mit meiner Meinung haushalten muss und mit der Ausrede: "dazu fehlt mir die Expertise eine Meinung zu haben", die Gesprächsflucht antrete.

4/14/2022

Schützt eure Lilien! (eklig)

Hallo liebe Gartenfreunde,

die warmen Temperaturen haben dafür gesorgt, dass der fiese Rote wieder unterwegs ist, zu seiner Leibspeise gehören Lilienblätter. Letztes Jahr hat der bei uns fast die kompletten Bestände weggefressen, schnell und effektiv, sie fressen Lilien, paaren sich auf Lilien und legen ihre Eier auf Lilien ab. Um dies zu verhindern empfiehlt es sich regelmäßig etwas Kaffeesatz um die Pflanze zu verteilen und sie damit zu schützen. Soweit ich weiß kann der fiese Rote nicht fliegen, auch wenn er laut Beschreibung lackrote Flügel hat und kommt damit nicht auf die Pflanze. Sollten sie es dennoch schaffen, kann man auch mit sanften Lauge-Verdünnungsstrahlen die Käfer und deren Eier, die sie in ihren Hinterlassenschaften ablegen von der Pflanze spülen oder wenn man ganz viel Zeit und Muße hat die einzelnen Gelege mit Pinzette händisch absammeln.

Dies ist ein Bild des Lilienhähnchens, dem wahren Namen des "fiesen Roten", ein echter Plagegeist! Das Bild stammt vom Gartenjournal-Net weil die, die ich selbst gemacht habe alle recht unscharf waren. Wenn unerwünscht kurz Bescheid geben, dann mach ich's weg.


Und was ist mit euch? Welche Tierchen überfallen euren Garten, was habt ihr für Tipps und Tricks Pflanzen zu schützen oder von Schädlingen zu befreien?

4/13/2022

Wie viele Hobbymusiker?

Vor kurzem wurde ich in einer Diskussion über Musiker und die Abwägung von Kunst gegen Geld verdienen mit der argumentativ gut eingesetzten Frage danach, wie viele meiner Lieblingsalben von Hobbymusikern stammen.

Das brachte mich auf die Idee genau das zu prüfen, in der relativen Gewissheit, dass es nicht einmal unter meinen Top 50 Bands eine gibt, die nicht professionell von ihrer Musik oder deren Vermarktung lebt.
Die Ergebnisse seht ihr hier.


Allerdings muss ich zur Verteidigung der Kunstschaffenden sagen, dass viele erst später Teil der Musikindustrie wurden und wenigstens mal als Hobbymusiker angefangen haben, um der Kunst wegen. Zur Not rede ich mir das auch nur ein, weil ich von dieser romantischen Idee begeistert bin und wenigstens irgendwas in meiner Welt nicht vom Geld korrumpiert sein soll.

Kriecht wieder zurück

Jetzt ist wieder Frühling, die Hormone spielen verrückt und jeder denkt, dass es gerade für ihn jetzt was zu holen gibt. Ich scheiß grad auf den maskulinen Imperativ oder wie der Mist heißt, mich fucken diese Scharlatane ab, die jene dummen, naiven, hoffnungsvollen Idioten mit leeren Versprechungen in Zahlungsfallen locken, wodurch sie am Ende selbst zu miesen Abzockern werden, die denken, dass sie nichts falsch machen, wenn sie ihr Erbe verschleudern, die eigene Firma in den Ruin treiben und dann denken alles wieder gut zu machen indem sie ihre eigene Familie "für ein paar Dollar mehr" verkaufen.
Fallt nicht auf den Mist rein, die einfache Regel im Leben ist, wer viel investiert bekommt auch viel, lernt lieber jeden Tag ein bisschen was dazu anstatt zu träumen, irgendwann alles zu wissen, seid effektiv, verschwendet keine Zeit für Dinge, die ihr hasst, genießt, was ihr tut, sonst lasst es und seid sparsam, fragt euch, was ihr braucht und handelt danach, seid, wer ihr seid und niemals, wen SIE wollen.
Be true, be DU!

4/10/2022

Jetzt kriegen die uncoolen Corona

Da lese ich nichts ahnend heute morgen den Newsticker und jetzt hat sogar der Söder Corona. Nachdem ich selbst ja erst vor Kurzem genesen bin und von vielen in meinem Umkreis gehört habe, stelle ich die These auf, dass es jetzt auch die Uncoolen und sozial Isolierten trifft. War bei mir aber schon immer so,  dass ich circa zwei Jahre hinter jeglichen Trends lebe. Also nicht wirklich was Neues, nur schön, dass jeder selbst bei den Corona-Wellen in eine Schublade passt. Vielleicht gibt es ja im Internet auch irgendwo eine Übersicht, welche Promis wann Corona hatten? Dann kann man gucken, wer mit einem zusammen krank war, wie mit dem Geburtstagsvergleichen... Leute, ich geh pennen!

4/08/2022

Jetzt ist die Zukunft der Vergangenheit

Mir ist klar, dass ich keine einzige Vorlesung Medizin besucht habe, allerdings kann ich gut und viel lesen - in Büchern und in Menschen. Und ich habe mich in den letzten Jahren viel mit Demenzerkrankungen und Zeitreisen auseinandergesetzt. Was jetzt erst einmal klingt, als ob der Schwurbel auch in meinem Kopf eingesetzt hat, hat mich zu einer höchst interessanten Beobachtung gebracht.

Menschen, die den Überblick über ihr Leben verlieren fallen in eine Art Zeitloch, sie bekommen nicht mehr auseinander ob Morgen oder Abend ist, wenn es dämmert, darum versuchen sie krampfhaft ihrer biologischen Uhr zu folgen, die aber nicht mehr richtig tickt. Die Uhr ist ihr Gratmesser, ob sie Hunger haben, ins Bett müssen, etc., man stelle sich nur vor, man würde diesen Leuten die Uhr wegnehmen... Eine grausame Vorstellung, den einzigen Anker, der zwischen dem völligen Vergessen der Selbstversorgung und dem Überleben steht zu verlieren, oder?

Jeder kennt das, nach Feiertagen hat man manchmal das Gefühl, es sei ein anderer Tag, oder nach der unseligen Winter-/Sommerzeitumstellung, wo einige Menschen immer erst ein paar Wochen Probleme haben, wie muss es sich anfühlen, wenn ich dieses Gefühl dauerhaft habe? Wie muss es sich anfühlen aus der Zeit zu fallen und zwischen Gestern, Heute und Morgen keinen Unterschied mehr zu erkennen, zukünftige Ereignisse in die Vergangenheit zu datieren. "Abendbrot, ich habe gerade geschlafen, war das denn nicht das Frühstück?", "Ich werde gestern beim Arzt sein, morgen war ich schon!". Was beim ersten Lesen lustig klingt ist die Aufhebung der Zeitkonstante im Gehirn eines Menschen, der sein Gedächtnis verliert. Das Nicht-Erkennen von Bekannten und Verwandten ist ebenfalls Teil dieser zeitlichen Aufhebung. Das Gehirn versucht mit aller Macht den Körper am Leben zu halten und beginnt zu komprimieren, die Festplatte zu räumen, Arbeitsspeicher frei zu machen, wie immer man ein Bild dafür finden möchte und beginnt, beim Kurzzeitgedächtnis, zum Überleben muss ich nicht wissen, wen ich gerade beim Bäcker gesehen habe oder wie der Typ im Fernsehen heißt, eigentlich muss ich Namen von Dingen gar nicht wissen, nur was ich brauche und viele Dinge die gleich sind kann ich zusammenfassen und merke mir nur noch einen Oberbegriff, das spart Energie und Arbeitsspeicher für die Instandhaltung der körperlichen Fähigkeiten. To make a long story short, am Ende des Prozesses stehen einem im Grunde die gleichen Fähigkeiten zur Verfügung, die man nach der Geburt hatte, Überlebenswille, zwei bis drei Worte, die man braucht, um Wasser und Essen zu erbitten und der Verlust all dessen, was man mal gelernt hat, weil das Gehirn sich selbst reguliert, um die einzige Aufgabe zu erfüllen, welches es hat: Überleben des Köpers.

Macht es denn dann überhaupt Sinn sich im Laufe des Lebens immer mehr Wissen und Fähigkeiten anzueignen? Hilft so etwas gegen eine mögliche Demenzerkrankung oder einen Verlust der Hirnfähigkeit im Alter? Und kann ich auch noch dagegen ankämpfen, wenn der Prozess des Verfalls schon begonnen hat?

Ich meine ganz klar: JA, denn ich bin der Meinung, je mehr ich mir aneigne und je mehr Daten vorhanden sind, die mich als Menschen ausmachen und mich den sein lassen, der ich bin, umso länger dauert es, diese Daten zu löschen. Sprich, je mehr ich meinem Gehirn zu tun gebe, desto später fängt es an rückwärts zu arbeiten. Nutze ich mein Gehirn nicht mehr, wird es dazu übergehen in den Leerlauf zu schalten. Leerlauf fürs Gehirn bedeutet aber technisch ein drohender Systemausfall und das Gehirn beginnt damit zu reagieren, indem es Bereiche abschaltet und Informationen löscht, die den Leerlauf verursachen. Und genau da ist dann der Punkt an dem man sein Gehirn wieder in Volllast bringen muss. Ich rede nicht davon, dass man dem Gehirn auch mal 2 Stunden Trash TV gönnt und das Bewusstsein auf Urlaub schickt, ich rede von Nichtstun. Mir ist bewusst, dass man gar nicht Nichtstun kann, aber das ist eine philosophische Betrachtung. Nichtstun im Sinne von Auf-Dem-Sofa-Sitzen und die Wand anstarren, den Wolken zuschauen und einfach nur Rumliegen. Inaktivität verursacht Verfall, das ist eine nahezu allgemeingültige Wahrheit, man kann nicht Nichtstun eben.

Wie kann ich mich nun aber reaktivieren, wenn ich durch Depression oder Erkrankung in den Ruhemodus gelangt bin und nicht mehr heraus komme? Hier kommt jetzt nur zur Erinnerung wieder meine absolut medizinisch nicht gestützte Meinung des Willens. Ich muss mir meines Willens bewusst werden oder eben Nicht, das ist ja meine freie Entscheidung. Entweder ich will dagegen ankämpfen und etwas ändern oder nicht. Wenn nicht sollte ich aber auch den Menschen in meinem Umfeld den Gefallen tun und das klar formulieren, damit sie nicht ihre Lebenskraft und Energie aufbrauchen mit einem nicht zu gewinnenden Kampf um mein Leben, was sie dann zusätzlich krank macht und in den gleichen Abgrund stürzt in den ich springe, eigentlich ist diese Option sowieso nur für Psychopathen und Menschen die ihre Mitmenschen hassen. Hier ist definitiv noch zu unterscheiden zwischen nicht wollen und zu denken nicht zu wollen, weil man noch nicht wieder kann. Herrje, das Thema ist so diffizil und erschöpfend, ich mache es mal kurz: "Wer nicht will, der hat schon", das klingt hart, aber man muss beim Helfen anderer Menschen für sich selbst eine klare Grenze ziehen bis zu welchem Punkt man Mitgehen kann und wie tief man hinab steigen kann, um jemand anderen hoch zu holen. Denn wenn man diese Grenze nicht zieht, verliert man; die Person, die man retten wollte und sich selbst. Und deswegen ist es entscheidend, ob jemand will. Jemand der nicht will, hat schon verloren, man muss den Keller gar nicht erst betreten, lasst es. Versucht möglichst viel Distanz zwischen euch und diese Person zu bringen. Aber was, wenn diese Person mir nahe steht, gar ein Familienangehöriger ist? Im Endeffekt muss das Gleiche gelten, Überleben ist ein lebenslanger Kampf, den man Alleine führt. Sich helfen lassen muss man wollen, ohne Wille ist jede Hilfe sinnlos. Und Wille ist auch keine Absichtserklärung sondern etwas, dass man investieren muss, bei jeder Aktion, jeden Tag, jede Stunde, Minute, Sekunde! Wille ist der Treibstoff von Erfolg, allgemeingültig! Und ICH bin immer der, der Willen entwickelt, ein Wille kommt immer aus mir selbst, niemals von Außen! Und mit Willen kann ICH alles schaffen...

4/07/2022

Unzurechnungsfähig?

"Wenn jemand die Realität nicht mehr als solche wahrnimmt und Recht nicht mehr von Unrecht unterscheiden kann..." - klingt fast wie die Hälfte der Menschen, die ich kenne, ich sollte mir Gedanken machen, oder?

Warum dürfen in unserer Gesellschaft Menschen mit einer eminent dissozialen oder auch asozialen psychischen Störung frei herum laufen und Leid bringen, während jemand mit einer epileptischen Störung noch nicht einmal einen Führerschein bekommt? Wann gelte ich als unzurechnungsfähig? Ist ein Alkoholiker, der im Suff jemanden überfährt unzurechnungsfähig, weil er Pegel hat oder gilt das nur für jemanden, der Nicht-Alkoholiker ist. Ist eine psychische Erkrankung ein Grund für eine Unzurechnungsfähigkeit und wenn ja, wie wirkt sich das auf dessen Handlungsfähigkeit aus. Darf ein krankhafter Narzisst Verträge unterschreiben,, solange niemand festgestellt hat, dass er krankhaft narzisstisch ist? Wie weise ich einem Psychopathen, der komplett funktional ist nach, dass er Leid und Unheil zufügt? Wie weise ich überhaupt psychische Schäden nach? Und kann ich nachweisen, dass etwas oder jemand dafür verantwortlich ist?

Nur ein paar Fragen und Gedanken, die ich mir im Rahmen einer persönlichen Enttäuschung gemacht habe, wäre super lieb, wenn ihr mir die Ein oder Andere beantworten könntet. Einfach eine Mail mit Betreff: Ölprinz an

tickman.lifeentertainment@gmx.de